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AUT91 goes Croatia
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1. Einleitung
Als wir uns im August 2001 eine Shark Bj 1977 KS kauften, war von Beginn an klar: Wir wollen mehr, als auf Binnengewässern (in unserem Fall der Neusiedlersee mit Heimathafen Yachtclub Illmitz) segeln.
Das Boot, war trotz seines Alters in sehr gutem Zustand (sehr wenig gesegelt), abgesehen davon, dass es eine Werftstandardausführung war. Das einzige Extra, dass sich der Vorbesitzer leistete, war die äußerst undankbare Farbe ROT.
Wir wagten ein Experiment und ließen das Boot nicht umlackieren. Anstatt dessen wurde es von der Unterkannte der Scheuerleiste bis zur Wasserlinie in ultramrienblau (RAL 5002) foliert. Unsere Bedenken, dass die Folie nicht halten würde, waren im Herbst 2002 (Ende unserer ersten Saison) vom Tisch gewischt. Es gab nicht die geringsten Ablöseerscheinungen. Der Folienhersteller garantiert sieben Jahre auf UV Beständigkeit.
Im Weiteren haben wir sämtliche Fallen ins Cockpit geführt und das Boot regattatauglich gemacht. So verbrachten wir eine wunderschöne erste Saison sowohl mit Regatta- als auch just4fun Segeln am See. |
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2.Revierentscheidung
Die Revierentscheidung fiel uns nicht sehr schwer. Da wir schon oftmals mit diversen Charterschiffen durch die Kornaten gesegelt sind, entschieden wir uns für die nördliche Adria. Als Ausgangshafen wählten wir Novigrad. Wir saßen sehr oft über den Seekarten, Hafen-u. Küstenhandbüchern. Wir waren zwar nie Segler, die sich eine bestimmte Route vornahmen, sondern wählten vor dem Auslaufen immer Ziele, die wir schön ersegeln konnten; wollten aber doch mit einer gewissen, intensiven Vorinformation von Novigrad auslaufen.
Mitentscheidend war aber nicht nur das für uns nicht so bekannte Revier, sondern auch die relative Einfachheit der Anreise. Es ist heute, von Wien weg, fast bis Koper, eine Strecke, die auf Autobahnen ohne extreme Bergwertungen zurückzulegen ist. Einzige Ausnahme ist noch vor Lubjiana der Trojaneberg, den sollte unser Passat aber auch mühelos schaffen. |
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3. Vorbereitung
Abgesehen von der nautischen Aus- und Umrüstung war natürlich auch der Seebrief ein Punkt der erledigt werden musste. In diesem Fall war mein seinerzeitiger B-Scheinprüfer
DI Gerald Kreps vom Yachtclub Austria natürlich der ideale Mann dafür. In einem Telefonat erklärte er mir welche Dinge zu erledigen sind. Wir erhielten nach ein paar Tagen ein Merkblatt über die erforderlichen Dokumente, die wir ihm umgehend zusandten. Nach zirka fünf Wochen hielten wir stolz den Seebrief für unsere “Wild Dream” in unseren Händen. Die Kosten bei der MA58 in der Höhe von 102,60 Euro sind auch nicht wirklich übertrieben. Die Gültigkeitsdauer dafür sind fünf Jahre.
Wir sprachen auf allen möglichen Veranstaltungen mit Sharkies, die bereits Erfahrung mit der Shark am Meer haben. Die meisten Informationen erhielten wir von den zwei äußerst lieben Sharkfreunden, Helmut Berghofer (war 2001 Einhand mit seiner Shark in den Kornaten, alle Achtung) und Franzi Flasch (der einige Mittelmeertörns hinter sich hat).
Bei einem Punkt waren wir uns aber sehr unschlüssig. Sollten wir mit dem Kielschwerter fahren, oder auf einen tiefen Kiel umbolzen. Da uns unser lieber Klassensekretär Heiner Schuch seine zweiten Kiel leihweise anbot, fuhren wir ins Winterlager und verglichen die Lochabstände des Kielflansches mit den Tatsächlichen an unserm Boot. Da diese gleich waren, war die Entscheidung dann doch zugunsten des tiefen Kiel´s ausgefallen.
So holten wir bereits Mitte Februar unser Boot aus dem Winterlager und begannen mit den Umbauten. Zum Glück haben wir die Möglichkeit, am Wochenende eine geheizte Halle nutzen zu können.
Die ersten Vorbereitungsarbeiten zum Umbolzen waren, dass wir die Kielschrauben lösen mussten. So entfernten wir das Bodenbrett, um zu den einpolyesterten Muttern der Befestigungsschrauben zu gelangen. Es war keine große Mühe, das Laminat im Bereich der Muttern aufzustemmen und so die Fixierung zu lösen. Danach haben wir das offene Laminat wieder mit Polyesterharz versiegelt. Das eigentliche Umbolzen konnten wir dann bei einer, mit uns befreundeten Firma durchführen, da wir keinen geeigneten Kran besaßen, um das Boot entsprechend anzuheben.
Die Abstützungen am Anhänger (Harbeck BT1600 BJ 1978) waren normale 40x40x3er Formrohre die wir einfach, um 30 cm verlängert, erneuerten.
Nach sehr schönen Wochenenden am See war es dann am 14.Juni soweit: |
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4. Anreise
Ziemlich genau um Mitternacht verließen wir, die Shark angekuppelt, Maria Enzersdorf.
Gleich nach der Auffahrt Mödling merkte ich, dass der Trailer immer wieder Tendenzen zum Schlingern machte. Anscheinend hatten wir doch etwas zu viel in das Boot eingeladen. Bei der Autobahnstation Wöllersdorf machten wir einen kurzen Halt und luden Motor, Tank, Anker samt Kette und Trosse und die Tauchflasche ins Auto. Danach lief der Hänger mühelos und spurtreu bis Novigrad, dass wir nach zirka 7,5 Stunden Fahrzeit erreichten.
In der Marina wurden wir sehr freundlich empfangen und nach einem kurzen Gespräch mit dem Marinaleiter war das Kranen und der Liegeplatz für eine Nacht geklärt und wir gingen zum Hafenkapitän. Im Büro war eine äußerst freundlich Dame anwesend, die uns innerhalb von 10 Minuten das Permit ausstellte. Wieder zurück, gingen wir zuerst einmal auf ein kühles Getränk, danach zurück zum Boot, montierten den Motor, (ein ausgeliehener TOMOS T4) das Ruder, die Fender, 2 Festmacher und schon wurde die Shark ins Wasser gehoben. Eine angenehme Überraschung war der Preis für´s Kranen: 50 Euro waren, entgegen lautenden Informationen, wirklich nicht extrem.

Wir tuckerten zu unserm Liegeplatz und suchten danach schleunigst wieder ein schattiges Plätzchen auf, dass wir bis zum Sonnenuntergang nicht mehr verließen. In der Dämmerung stellten wir den Mast, schoren alle Leinen ein, schlugen die 180er an und schliefen nach einer reinigenden Dusche rasch ein. |
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1.Tag
Um zirka 4 Uhr am Morgen wurden wir von Blitz und Donner geweckt. Aufstehen, Steckschot hinein, Bugluk schließen. Der anschließende starke Regen war sehr angenehm, denn das Deck der Shark sah vom Trailern ziemlich verdreckt aus. Als wir um 8 Uhr aus unseren Kojen krochen, lachte uns die Sonne ins Gesicht und das Deck war blitz blank sauber. Danke Petrus.
Nach dem Frühstück verließen wir den Hafen. Der Wetterbericht war gut, ab geht´s. Gleich nach dem Verlassen des Marinabeckens stellten wir das Boot in den Wind, Großsegel rauf und raus aus dem Außenbecken. Die Welle war schwach und der Wind blies mit zirka 2-3 Bft. aus Nordwest, rauf mit dem Spi. Das erste Abtasten “Shark- Meer” war sehr erfreulich.
 
So segelten wir gemütlich in das 7 Sm entfernte Porec. In der Bucht vor der Marinaeinfahrt bargen wir die Segel, starteten den Motor und begannen uns einen Liegeplatz zu suchen. Kaum hatten wir die Einfahrt passiert, quittierte der Motor seinen Dienst. Da alle Startversuche scheiterten, nahm ich ein Paddel aus der Backskiste, merkten aber, dass uns leichter Rückenwind hilft. So trieben wir langsam auf einen freien Platz zu, ich bremste noch kurz mit dem Paddel, übernahm die Muringleine und Christine belegte die Bugleinen. Fertig festgebunden kam ein Marinjero und meinte, dass das hier eine Marina ist und wir dafür bezahlen müssen, wenn wir hier liegen bleiben. No na, in welche Marina muss man das nicht, fragte ich und übergab der Freundlichkeit in Person die Papiere. Unmittelbar neben der Marina war ein kleiner Badestrand. Nach 2 Badestunden machten wir uns landfein und gingen Richtung Altstadt. |
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2. Tag
Flaute, Badetag am Strand, am Abend Stadtbummel.
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3. Tag
Hurra, es gibt wieder ein wenig Wind. Nach dem Frühstück gingen wir rasch ins Marinabüro zahlen, dann ablegen und hinaus. Als Ziel hatten wir uns Rovinj vor genommen. Am Anfang lief es ganz gut und wir fuhren mit zirka 4-5 Knoten dahin als genau auf der Höhe von Vrsar plötzlich der Wind weg war. Wir bargen die Segel, verstauten alles und fuhren zirka 2 Sm unter Motor Richtung Hafen. Bei der Marinaeinfahrt wurden wir von einem Mann in einem Schlauchboot empfangen. Es war ein Marinaangestellter der uns, nach einem kurzen Funkspruch mit der Rezeption, einen Liegeplatz zuteilte. Während wir langsam dorthin motorten, war er schon auf den Steg geeilt und wartete mit der Muring in der Hand auf uns, übernahm die Bugleinen und hieß uns herzlich willkommen. So geht´s auch. “Hallo Laundsleit” hörten wir vom Nachbarschiff. Nicht mehr die Neueste, aber eine sehr schöne 39 Fuß Yacht. Ein älterer, gemütlicher Herr stellte sich als “Charly” vor und lud uns auf ein Glas Rotwein auf sein Boot ein. Wir nahmen dankend an und enterten über. 39 Fuß ist wirklich nicht die Welt, aber im Vergleich zur Shark war es ein Riesending mit allem Komfort. Er war mit seinen erwachsenen Kindern eine Woche unterwegs und hatte den letzten Bordtag. Nach einer gemütlichen Plauderei, bei der er uns einige Tipps gab, verabschiedeten wir uns und gingen wieder auf Sigthseeing. Vrsar ist eine sehr nette kleine Stadt mit neuer Marina, die Preise sind angemessen, die Leute freundlich, kurz, ein schöner Ort. |
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4. Tag
Am Morgen wurden wir von gegen die Masten schlagende Fallen geweckt. Ein kurzer Blick aus dem Schiebeluk, wo ist die Sonne?? Der Himmel war mit grauen Wolken verhangen und es blies recht anständig. Draußen am offenen Meer waren starke Schaumkronen zu sehen. Wir entschieden einen Tag zu bleiben, nachdem der Wetterbericht erst für den nächsten Tag wieder Besserung versprach. Im 2 Stundenrythmus gab es Gewitter mit Schauern.
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5. Tag
Das Wetter hielt, was der Bericht versprochen hatte. Sonnenschein und zirka 4 Bft. aus WNW
Wir segelten mit Groß und 180er die Südausfahrt hinaus. Es war ideal und nach kurzer Zeit setzten wir wieder den Spi. Es war herrlich, ein “Rutscher” nach dem anderen. Das GPS zeigte nie unter 6 Knoten. Als Topspeed erreichten wir 8,7 Knoten. Traumhaft, so ein Dickschiff nach dem Anderen zu überholen. Am Südende der “Briunj Inseln” kam uns eine zirka 40 Fuß große Yacht auf der Kreuz entgegen. Dem Rigg nach nichts langsames, 2 Salingpaare und darüber Jumpstagen. Knapp hinter uns halsten sie und nahmen die Verfolgung auf. Der Abstand veränderte sich in keinster Weise. Wieder Jubel an Bord der “Wild Dream”. Nach exakt 4 Stunden lagen wir fertig angebunden 24 Sm nach unserer Abfahrt aus “Vrsar” in der Marina “Veruda”. Ich überprüfte das Ganze noch einmal in der Seekarte, aber es stimmte, vom Ablegen bis zum Anlegen, d.s. über 6 Knoten Schnitt. Nach der Dusche gingen wir gemütlich Essen und genossen bis spät in den Abend hinein unsere Superfahrt. |
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6. Tag
Das nächste Ziel war “Medulin-Pomer”. Der letzte Steg der Marina war passiert und wir setzten wieder Segel. Der Wind hat auf SW gedreht. Mit Halbwind segelten wir auf Backbordbug unter Vollzeug Richtung “Porer”. Die Welle war zwar etwas stärker als in den letzten Tagen, aber bei etwas mehr als drei Bft. läuft die Shark auch auf diesem Kurs hervorragend. Den imposanten Leuchtturm ließen wir an Backbord liegen, um danach wieder einen, wenn auch kurzen Spikurs NNO fahren zu können. Vor der Einfahrt, bei den vorgelagerten Inseln bargen wir den Spi, halsten und fuhren auf Steuerbordbug Richtung Bucht. Wir Passierten gerade die Insel “Ceja”, als uns an der Steuerbordseite ein Motorboot mit hintendran hängendem Fallschirm überholte. Der wird doch nicht... doch, er tat es, er fuhr vor unserm Bug Richtung Insel. Durch rasches Abfallen retteten wir, laut zu ihm hinüber fluchend, unseren Mast, und wahrscheinlich auch die beiden Passagiere die uns freundlich, der Gefahr nicht bewusst oder dankbar, winkten. Der Rest der Einfahrt war auch sehr interessant. Dauernde Winddreher erweckten in mir das Gefühl, auf einem Salzkammergut See zu segeln. War aber auch sehr schön, und so landeten wir wohlbehalten in der ACI-Marina. Es war noch nicht sehr spät und so entschlossen wir uns, noch beim angrenzenden Campingplatz, etwas schwimmen zu gehen. Von unserem Strandplatz hatten wir freien Ausblick in Richtung zum Steg einer Charterfirma. Da gerade Freitag war, kamen einige Schiffe zurück, und es war schön zu beobachten, welche Probleme Seitenwind beim Einparken verursachen kann. Am schlimmsten erwischte es ein ziemlich neue Elan 431. Irgendwie hat der Steuermann den Vorwärtsschub nicht mehr rechtzeitig eingelegt, und krachte mit voller Wucht mit dem Heck gegen den Betonsteg. Dem Geräusch nach hatten wir schon befürchtet, dass jetzt der Mast von oben kommt, was zum Glück nicht geschehen ist. Beim abendlichen Marinarundgang besichtigten wir den Schaden. An der Backbordseite der Badeplattform war das Laminat ziemlich gesplittert. Die Leute von der Charterfirma waren aber sehr schnell mit der Reparatur. Am nächsten Tag sah man zwar noch, dass hier eine Beschädigung war, aber am Sonntag ist das Boot mit der nächsten Chartercrew wieder ausgelaufen. |
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7. Tag
Wellen klatschen gegen unser Heck, Fallen schlagen auf anderen Booten gegen die Masten, die Fahnen knattern. Die Windmesser zeigen 6 Bft. aus NO im Hafen. Da wir auf Urlaub sind und nicht auf einer Überstellungsfahrt, entschließen wir uns, einen Badetag einzulegen. Die Sonne stand herrlich am Himmel und auf einem Platz im Windschatten, hatte man sogar das Bedürfnis, schwimmen zu gehen. Außerdem war das Marinarestaurant ein weiterer Anreiz, zu bleiben. Die Speisen waren einfach überwältigend gut und das Personal war auch sehr freundlich und flink. |
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8. Tag
Der Wind hat sich wieder auf Normalstärke reduziert, wir bezahlten in der Marina und verließen diesen schönen Platz. Die Ausfahrt war ähnlich wie die Einfahrt, nur das Fallschirmboot blieb zum Glück aus. Nachdem wir die Insel “Bodulas” achterlicher als querab hatten, hielten wir auf “Kap Marlera” zu. Ab dort ging wieder der Spi hinauf. Wir wollten Richtung “Cres”. Nach zirka 5 Sm wurde jedoch der Wind so schwach, dass bei der herrschenden Welle der Druck in den Segeln so schwach wurde, dass sie nicht mehr standen, sondern nur noch hin und her schlugen. Der Spi kam wieder runter, das Groß Dichtgenommen und Motor an Richtung “Zaljev Rasa”. Dieser nach Norden hin gerichtete Fjord hat eine kleine Bucht nach Osten mit dem Namen “Tunarica”. Wir konnten an einer kleinen Mole, ganz in der Nähe des Campingplatzes, längsseits gehen. Ein idyllischer, sehr ruhiger Platz mit guter Bademöglichkeit. Es gab eine Dusche am Strand, ein kleines gutes Restaurant, mit leicht überhöhten Preisen und einen mäßig sortierten Markt, aber für eine Nacht hat´s gereicht.
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9.Tag
Die Sonne weckte uns und wir gingen in aller Ruhe einmal Frühstücken. Eile war nicht angebracht, da der Wind wieder einmal ziemlich schwach war. Um zirka 11 Uhr vernahmen wir ein leichtes Rascheln in den Blättern und wir verließen “Tunarica” Richtung Ausfahrt des Fjordes. Nachdem wir das äußere Kap gerundet hatten, setzten wir wieder die Segel. Der Wind machte ausreichend Druck, sodass wir den Motor abstellen konnten und Kurs auf “Rt. Pernat” auf der Insel “Cres” nehmen konnten. Der Wind schlief aber leider auf halber Strecke wieder ein. So mussten wir fast bis zur Bucht von “Cres motoren. Ab dem Kap in die Bucht von Cres legte der Wind wieder ein wenig zu und die Wellen wurden weniger und wir konnten bis in die Marinaeinfahrt segeln. Nachdem wir wieder alles verstaut hatten, begannen wir einen Liegeplatz zu suchen. Unmittelbar nachdem wir den ersten Steg passierten, kam ein Schlauchboot mit zwei Marinaangestellten auf uns zu und wir wurden gefragt was wir hier wollen. An Liegeplatz natürlich, was sonst. Kein Platz, war die kurze unfreundliche formulierte Antwort, fahrt in den Stadthafen neben der Werft. LMA, gesagt, getan, dort wurden wir um einiges freundlicher empfangen als in der ACI Marina, die Bugleinen wurden übernommen und die Muring übergeben, außerdem liegt man quasi im Stadtzentrum. Die sanitären Einrichtungen waren ebenfalls OK, Seglerherz, was willst du mehr? Nach zwei Minuten gehen war man direkt im Ortskern, nach zehn Minuten an einem schönen Strand wo man in glasklarem Wasser schwimmen konnte. Von unserem Badeplatz beobachteten wir am späteren Nachmittag das Einlaufen einer Flotte von vielen Segelbooten nach einer Flautenwettfahrt. |
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10. Tag
Nach dem Frühstück besichtigten wir eine an Land liegende ”Venezia 41”. Erinnerungen an den ersten Kattörn wurden wieder geweckt und bevor wir uns den absoluten Frust über das Platzangebot holten, verließen wir das Platzwunder, bezahlten die Liegegebühr und segelten aus dem Hafen Richtung “Rabac”. Es war wieder die gleiche Situation wie am Vortag. Die erste Hälfte war schön zu segeln, danach war wieder Tomos angesagt. Nach K.H.Beständig gibt es in “Rabac” nicht nur den Stadthafen, sondern auch eine Liegmöglichkeit am Steg des Campingplatzes. Vorerst legten wir uns längsseits vor den Kran, wir wurden aber aufgefordert, diesen Platz zu verlassen, weil irgendwann ein größeres Motorboot kommt und hier gekrant wird. Gesehen haben wir es nie aber wir verholten unsere Shark, nach vorherigern Prüfung der Wassertiefe, weiter nach hinten Richtung Strand. Das Festmachen war einwenig problematisch weil die einbetonierten Ringe abgerostet waren. Bei einem kühlen Getränk in einer Taverne am Strand beobachteten wir die Bewegungen des Bootes in der stärker werdenden Dünung. Während Christine auf`s Boot achtete, brachte mich ein netter Einheimischer mit seinem Auto zur Tankstelle knapp außerhalb des Campingplatzes. Als ich wieder zur Mole zurückgebracht wurde, sah ich Christine bereits wild mit dem Boot kämpfend auf der Mole. Der Ring an dem Bugleine und Vorspring befestigt waren, hat der Dünung nicht standgehalten. Ich lief mit vollem Tank zum Boot, legte ihn wieder ins Motorschap und schloss die Kraftstoffleitung wieder am Motor an, als auch der zweite Ring adieu sagte. Nichts wie weg hier, ein Mann half uns noch, das Boot vom Steg wegzuhalten bis der Motor lief. Unmittelbar nach dem Ablegen setzten wir das Großsegel, rollten die 180er aus und segelten in die drei Seemeilen entfernte Bucht von “Sv. Marina” in der Hoffnung, dass dort die Welle nicht so stark in die Bucht läuft. Wir hatten Glück, es war absolut ruhig am Steg der Tauchbasis. Ein netter älterer Mann aus Deutschland übernahm uns die Bugleine. Nachdem wir fertig angebunden waren plauderten wir lange über Boote und Segeln. In der Nacht mussten wir zwei mal an Deck und die Leinen auffieren. Es ist kaum zu glauben, wie stark die Gezeiten bei einem kleinen Boot wie der Shark merkbar sind. Am Morgen genossen wir vorerst einmal ein gemütliches Frühstück im Restaurant des Campingplatzes. Bei unserer Rückkehr von einem kleinen Einkaufsbummel trafen wir den netten Deutschen. Etwas aufgeregt teilte er uns mit, dass an der Mole bereits ziemlicher Aufruhr herrschte, weil das Tauchboot nicht anlegen konnte. Beim Boot angekommen wurden wir von ein paar Tauchern, die auf ihre Ausfahrt wollten, etwas unfreundlich empfangen. Nach einer kurzen Diskussion um Liegeplatzrechte legten wir ab und banden uns an einer Boje, die uns unser deutscher Freund anbot, fest. Wir pumpten unser kleines Beiboot auf und fuhren wieder zurück zum Ufer und genossen den schönen Sommertag zum Baden. Es war zirka 13.00 Uhr, als sich dann doch wieder der Wind meldete. Wir paddelten zurück zum Boot, ließen die Luft aus unserem “Radiergummi”, verstauten alles in der Backskiste und legten unter Segel von der Boje ab. Der Wind war gut und wir wählten “Medulin” als Ziel. Leider war bei der Bucht von “Vinjole” wieder Schluss mit dem Segelwind und wir fuhren wieder in die Bucht von “Tunarica”. Dort genossen wir noch den Rest des Tages zum Baden und zum Faulenzen. |
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11. Tag
Bis zum “Kap Marlera” war der Wind wieder schön zum Segeln, ab da war leider wieder “Tomos” bis nach Medulin angesagt. |
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12. Tag
Badetag weil wieder einmal Flaute war. |
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13. Tag
Der Wetterbericht versprach wieder einmal Gutes. Gleich nachdem wir abgelegt hatten, konnten wir wieder die volle Garderobe setzen. Das heutige Ziel war “Mali Losinj”. Neunzehn Seemeilen, bis südlich von “Unije”, war es schön zu Segeln, den Rest schaffte wieder einmal der Motor in Kombination mit dem Autopiloten. Da die Marina nicht sehr einladend aussah, fuhren wir weiter in den Stadthafen, der auch nicht viel schöner war, und machten an einem der Schwimmstege fest. Für 168 Kuna wird hier, außer Wasser & Strom, nichts geboten. Die Duschen und das WC sind zirka 100m südlich des Hafens in einer kleinen Taverne untergebracht. Toilette benutzen ohne Duschen gibt´s nicht, für´s Duschen werden hier aber noch einmal 20 Kuna kassiert. Die diversen Lokale haben hier eine Abmachung getroffen; vor 18.00 darf man hier nicht hungrig sein denn alle Küchen sind geschlossen. Ein Stadtrundgang zeigte uns zwar auch die schönen Seiten dieser Stadt, aber extra dorthin fahren würden wir nicht mehr. Unsere Meinung wurde durch ein sehr starkes Gewitter um drei Uhr in der Früh nur noch bestärkt, da der Hafen keinerlei Schutz bietet. Der Schwell war enorm und außerdem machte uns eine Bavaria 44 große Sorgen. Der Skipper der Yacht hatte seine Muring relativ locker belegt. Dadurch trieb das Schiff bei jeder Bö sehr stark quer, sodass wir schon Angst hatten, dass wir zum Fender der Bavaria werden. Zum Glück war der Spuk nach einer Stunde wieder vorbei und wir schliefen beruhigt bis neun Uhr. |
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14. Tag
Ein kurzer Stop bei der Tankstelle, sechs Liter Gemisch getankt und weg von hier. Wir konnten schön aus der Bucht kreuzen und segelten bis “Unije”. Die Wolken wurden immer dunkler und wir entschieden uns, die Nacht dort zu verbringen. Das Hafenhandbuch versprach Muring´s, Strom und Wasser. Leider war es nicht ganz so, Strom und Wasser sind vielleicht Zukunftsmusik, Muring´s gibt’s gar keine. Der Eigner einer Bavaria 38 bot uns an, bei ihm längsseits zu kommen, was wir dankbar annahmen. Der Ort war auf seine Art sehr Reizvoll. Die Gastronomie erforderte etwas Geduld, war aber von der Qualität sehr gut.
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15. Tag
Das Wetter war ruhig und wir schliefen, bis uns der Maschinenlärm der Inselfähre weckte. Wir lagen zum Glück außerhalb der 50m, die für die Fähre freizuhalten sind und so konnten wir in Ruhe das Treiben auf der Mole beobachten. Es herrschte absolute Flaute und wir liefen fast den ganzen Tag unter Motor bis in die “Veruda”. Die letzten drei Meilen konnten wir wieder ein wenig segeln. Nach unserem üblichen Abendspatziergang saßen wir noch im Marinarestaurant und schauten noch über die Bucht hinaus aufs Meer. Während wir unseren Kaffee tranken sah wir in der Dämmerung ein kleineres Boot in die Bucht segeln. Der Wind war kaum mehr vorhanden, aber die Segel standen schön. Als das Boot auf unserer Höhe war, erkannten wir, dass es eine Shark24 unter österreichischer Flagge war. Es waren zwei Leute an Bord die die Segel bargen und danach den Motor starteten. Nach kaum fünfzehn Sekunden starb der Motor wieder ab. Alle Startversuche des Steuermann´s waren vergeblich. Sofort erkannten wir, dass die beiden vielleicht Hilfe brauchen und liefen hinunter zum Einsersteg.
In der Zwischenzeit hatten sie wieder die Fock gesetzt und fuhren langsam in´s Innere der Marina. Wir riefen ihnen zu, dass sie bis zum Steg Nr. 4 fahren sollen und dass wir sie dort empfangen. Der Wind war nur mehr ein leichter Hauch und für einen Aufschiesser bereits zu wenig. Der Eigner einer benachbarten, italienischen Yacht stellte uns sein Beiboot zur Verfügung und so ruderten wir die paar Meter zu ihnen und schleppten sie zum Liegeplatz neben uns. Nach kurzer Vorstellung und einer freudigen Begrüßung gingen wir zu viert in´s Marinarestaurant. So lernten wir “Isabella & Fredl” kennen, ein Pärchen, die wie wir, erst seit kurzem, stolze Eigner einer Shark waren. Wir verstanden uns auf Anhieb ausgezeichnet und so unterhielten wir bis nach drei Uhr in der Früh auf der Terrasse des Lokals.
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16. Tag
Wir gingen gemeinsam Frühstücken und plauderten über diverse Erlebnisse, die Shark im Allgemeinen und diverses Anderes. Nach dem Austausch von Adressen, dem gegenseitigen Versprechen, dass wir uns unbedingt wieder treffen müssen und, wie sich bald herausstellen sollte, wichtigen Telefonnummern, verabschiedeten wir uns und segelten Richtung “Rovinij”. Es wehte Wind aus Südwest mit zirka drei Windstärken. Leider war ab zirka Mitte der “Brijuni Inseln” Ende damit und wir mussten wieder einmal unseren geliehenen Tomos starten. Alles lief zirka eine halbe Stunde ganz gut, bis wir immer lauter werdende Geräusche vom Motor hörten. Wir stellten den Motor zur Sicherheit ab und versuchten mit der Welle und dem bisschen Wind weiter zu fahren. Wir hatten Glück, nach kurzer Zeit kam wieder etwas mehr Wind, und wir konnten den Spi setzen. So segelten wir bis zu Insel “Sv. Ivan”, dort holten wir den Spi runter und fuhren den letzten Teil nur mehr mit dem Groß. Beim Wellenbrecher der Marina angekommen, starteten wir den Motor, der aber nur mehr laut schreiende Geräusche von sich gab. Ich blickte auf den Propeller und sah, dass er sich, egal wie viel Gas ich auch gab, nur mehr sehr langsam drehte. Schei...., aber der Wind trieb uns langsam zu einer Mole, auf der viel Platz war um einen Anleger ohne Motor zu machen. Die Marinaangestellten beobachteten uns ohne auf meinen Ruf zu reagieren. Wir besprachen kurz den Anleger, alles funktionierte bis zu dem Zeitpunkt, als ich die Muringleine nehmen wollte, und einer dieser “Schackln” zu uns lief, das Boot beim Bugkorb nahm und uns längsseits drehte. Was danach folgte, fällt in die Zensur. Freundliches, hilfsbereites “Rovinj”.
Auch das ortsansässige Motorservice war äußerst hilfsbereit. Später wurde uns klar warum: Ein Powerboot mit mindestens zwei mal 450 PS bringt Devisen, ein 4 PS Tomos,.. Ha Ha.
Wir erinnerten uns, dass Isabella & Fredl auch wieder vorbeikommen mussten und so schickten wir ihnen ein SMS. Am nächsten Tag kamen sie ebenfalls nach “Rovinj”. Wir verbrachten eine schönen Abend in der Altstadt.
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17. Tag
Wir zogen uns, wie schon so oft, an der Muring aus unserer Box, Fredl ging längsseits mit seinem Heck zu unseren Bug, Christine übergab ihm die Leine und er schleppte uns au dem Hafen. Der Wind war brauchbar und wir setzten die Fock und das Groß und lösten die Schleppleine. Kurz darauf hatten auch die Beiden die Segel gesetzt und ab ging es Richtung “Novigrad”. Dort angekommen stand der Wind so ideal, dass wir einen Aufschiesser am Kai, gleich neben dem Kran machen konnten. Nach einem gemütlichen Abendessen, halfen uns die Beiden den Mast zu legen und nach einigen Bieren verabschiedeten wir uns und legten uns in die Kojen. |
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18. Tag
Das heraus Kranen verlief genauso gemütlich wie ins Wasser gehen. Wir verbrachten noch einen gemütlichen Badetag. |
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19. Tag
Stressfreie Heimreise |
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Resümee
Traumhaft, sofort wieder, aber das nächste Mal wieder ab “Zadar” Richtung Süden. |
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