Bericht von Horst Rudorffer über die Präsentation der deutschen Shark24 Klassenvereinigung auf der CBR 2005, der Erlebnismesse rund um die Themen Wassersport, Reisen und Caravan in München
Gegen 19:00 Uhr des 04.02.2005 trafen wir uns zu unserem allmonatlichen Stammtisch der Mitelrheinsharkies im Clubhaus des SCR in Walluf. Es wurden wieder viele interessante Themen behandelt. Frei nach dem Motto, „man bestimme einen Freiwilligen“, wurde von unserem neuen KV-Vorsitzenden Andreas Horn die Bitte an mich herangetragen, unsere Klasse auf der diesjährigen CBR zu präsentieren.
Da ich mit Messeauftritten bis dato noch keinerlei Erfahrung hatte, stand für mich zunächst die Informationsgewinnung im Vordergrund. Stundenlange Telefongespräche ließen in mir die Gewissheit reifen, dass in den nächsten Tagen garantiert keine Langeweile aufkommen würde.
In enger Zusammenarbeit mit Andreas wurden ein Flyer über die KV und diverse einlaminierte Infotafeln gefertigt. Zur Vorstellung der Shark und Aktivitäten unserer Mitglieder der KV arbeitete ich eine 15minütige Power-Point-Präsentation auch mit schönen Bildern von der WM 2004 aus.
Ein Großteil der Vorbereitungszeit wurde mit dem Aufpolieren meiner Shark „HaiLight“ verbracht, denn sie Stand noch so in der Halle, wie ich sie nach der Wismethregatta hineingestellt hatte. Jetzt rächte sich, dass ihr Deck über zwei Jahre keine Politur mehr gesehen hatte. So brauchte ich 12 Arbeitsstunden, aber das Ergebnis konnte sich dank 3M Schleif- und Poliermittel wirklich sehen lassen. So geglänzt hat die „HaiLight“ seitdem sie in meinem Besitz ist noch nie und die interessierten Messebesucher konnten auch kaum glauben, dass sie Baujahr 1988 ist und nicht überlackiert wurde.
Am frühen Morgen des 17.02. (Donnerstag) rollte mein Gespann dann mal wieder Richtung Süden, diesmal aber nicht an den so geliebten Altmühlsee. Auch die Straßen und Witterungsbedingungen müssen die Gute doch sehr verwundert haben. Gegen 09:30 traf ich auf dem großzügigen Areal der „Neue Messe München“ auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Riem ein. Nach Betrachten meines Sportgerätes war ich etwas verunsichert, war die ganze Arbeit für die Katz? Der frische Glanz war dahin, das Boot total bedeckt mit Schneematsch. Aber nicht nur die „HaiLight“ war in solch einem bemitleidenswürdigen Zustand, sondern auch unzählige Wohnmobile, die sich bereits vor der (einzigen) Waschhalle der CBR aufgereiht hatten.
Nach fast drei Stunden konnte ich dann aufatmen. Nach dem Einsatz des Hochdruckreinigers erstrahlte die Shark wieder in „neuem“ altem Glanz und der Standplatz im Bereich der CBR-Marina konnte angesteuert werden. Chris Casdorff, unser Flottenobmann Südbayern, hatte den mit Abstand besten „Ankerplatz“ für uns reserviert. Schnell war mit seiner Hilfe aufgeriggt und ich konnte mit dem „Feinschliff“ beginnen.
Am Freitag erfolgte das Aufpolieren des Rumpfes, in Wiesbaden kam ich nicht mehr dazu. Da ich schon mal dabei war, nahm ich mir mit überraschendem Erfolg auch gleich meinen ursprünglich mal weiß lackierten Alutrailer vor.
Nachdem dann noch einige schöne Bilder aufgehängt wurden, war die Arbeit endlich geschafft und ich schaute ganz zuversichtlich und mit Spannung der Eröffnung der Messe entgegen.

Am Samstag um 10:00 Uhr begannen dann die Massen in die insgesamt sechs Hallen zu strömen. Da außer den 16 Booten der Klassenvereinigungen nur drei weitere Segelboote ausgestellt waren, konzentrierte sich das Interesse zwangsläufig sehr stark auf uns. Am Samstag und auch Sonntag kam ich mir auf der „HaiLight“ vor wie in einem Kindergarten. Alle potenziellen Nachwuchssegler zwischen 2 und 7 Jahren wollten unbedingt in der Kajüte auf Entdeckungstour gehen.

Von Montag bis Mittwoch konnte dann überwiegend fachkundiges Publikum begrüßt werden. Sehr viele ehemalige Sharkies, die sich mittlerweile vergrößert hatten, berichteten mit einem gewissen Wehmut von ihrer schönen Zeit mit der Shark und waren voll des Lobes.
Einige Neusharkies wollen zukünftig nach Aufarbeitung ihrer zum Teil sehr günstig erworbenen Gebrauchtboote aktiv an Regatten teilnehmen. Auch ist der Einsatz einer Shark in einer Segelschule am Ammersee geplant.
Sehr viele Standbesucher, die die Shark nur aus der Literatur kannten, zeigten sich überrascht vom doch verhältnismäßig großen Platzangebot.
Oftmals wurde, auch von Vertretern der anderen Klassenvereinigungen, positiv registriert, dass es eine sehr aktive Regattaszene gebe, was auch deutlich zur Förderung des Bekanntheitsgrades beitrage.
Sehr viele Besucher wurden durch den Artikel unseres Transatlantikseglers Georg Pferdmenges in der Segeln 1/2005 auf die Shark aufmerksam und sprachen der Crew und auch dem Sportgerät ihre Anerkennung aus.
Für mich überraschend bekundeten viele Besucher (Alter ca. Mitte 30 mit einem bis zwei kleinen Kindern) ein starkes Interesse am Erwerb einer gebrauchten Shark und mindestens 2 Wassersportler äußerten die Absicht, innerhalb des laufenden bzw. nächsten Jahres eine neue Shark erwerben zu wollen.
Sehr überrascht war ich auch davon, wie viele Nichtsharkies unsere Homepage bestens bekannt war, die, wie natürlich zu erwarten war, sehr gelobt wurde.

Meine Power-Point-Präsentationen mit professioneller Moderation durch den bekannten Segler und Fachbuchautoren Peter Schweer mit Podiumsdiskussion fanden allgemein guten Anklang.
Um 20:00 Uhr schlossen nach einem langen und ermüdenden Tag dann die Tore. Es bestand die Möglichkeit, noch an sehr schönen Abendveranstaltungen teilzunehmen.
Der Abbau am Mittwoch war auch Dank unseres Mitglieds Florian Fischer schnell erledigt. Die Heimreise durch die tiefwinterliche Landschaft war auch kein wirkliches Problem.
Mein ganz besonderer Dank gilt unserem „Verbindungsmann der Messe München“ und Flottenobmann Südbayern Chris Casdorff für seine absolut erstklassige Betreuung und Hilfe in allen Lebenslagen.
Auch im Namen der Deutschen Shark24 Klassenvereinigung möchte ich mich bei Mister Shark Bodo Günther für sein personelles und materielles Engagement ganz herzlich bedanken.
Sofern die finanziellen Mittel der KV es zulassen, sollten wir auf dieser und anderen Ausstellungen nach meiner Meinung weiterhin Flagge zeigen, um den Bekanntheitsgrad unserer Shark und das Interesse am Einstieg in die Klasse nicht nur zu halten sondern noch zu steigern. Begleitend, so auch eine Erkenntnis meines Messeauftritts, sollte auf jeden Fall die Pressearbeit verstärkt werden. Voraussetzung dafür sind neben schönen, allseits geschätzten Fahrtenseglerberichten natürlich spektakuläre Ereignisse wie z.B. der Transatlantiktörn, die WM und EM oder auch bekannte Yardstickregatten wie Rund Bornholm.
