Bericht und Ergebnisliste vom WorldCup 2003 in Ottawa


Ergebnisliste des WorldCup 2003: www.sharkworlds.com/results.html


Shark24-Worldcup in Ottawa.


Vom 19.7. bis 24.7.2003 fand der 38.Shark24-Worldcup, gleichzeitig Worldchampionchips, in Ottawa, Kanada, auf dem Ottawa River in der Deschene-Bucht (Lak Deschene) statt. Der Lak Deschene gleicht hier einem kleinen See von ca. 2x 6 sm. Der Ottawa River selbst ist etwa mit dem Rhein vergleichbar. Ausrichter war der Britania Yachtclub in Ottawa.

Die Crew : Bodo Günther als Skipper, Charly Bräker als Vordecksmann, Hartmut Schäfer vom Edersee als Mittelmann. Eine zweite deutsche Crew (Mathias Baumann) kam vom WSV in Schierstein. Die Boote wurden von den Kanadiern gestellt, Segel ect. brachte jeder selbst mit.

Wir kamen Mittwochnachmittag an und konnten gleich unser Boot übernehmen. Kran war gerade frei, also raus aus dem Wasser und Unterwasserschiff schrubben und polieren. Nur keine Langeweile aufkommen lassen, es waren ja auch nur 30°C im Schatten.

Am nächsten Tag Fockrollanlage montieren ( die Kanadier fahren noch vielfach ohne, wird aber zunehmend populärer), fehlende Beschläge und Klemmen anbringen, Trimmkontrolle.

Freitag Segel vermessen, Boot und Klamotten wiegen (das Gesamtgewicht des segelfertigen Bootes muß min. 2300 Pfund = 1140 kg betragen). Klamotten raus, Klamotten rein. Boot zu schwer, einige Klamotten wieder raus. Erster Probeschlag. Viel Sonne und 2 Bf. Wind. Super. Auch kanadisches Bier schmeckt dann gut.

Samstag etwas bewölkt, schwülwarm. Sieht nach Gewitter aus. Totzdem raus, Manöver trainieren. Wind 3Bf., nachmittags zunehmend 5. Eine gelbe Tonne dient uns als fiktive Wendemarke. Immer wieder, immer wieder. Ohne Konkurrenz klappt alles prima.

Sonntag Practice Race. 51 Boote sind am Start. Wir schwimmen mittendrin, dann verabschiedet sich das Spifall. Nur mit Genua haben wir keine Chance. Nach dem Zieleinlauf Segel runter, rauf in den Mast und Spifall klarieren. Andere machen Lunch und schauen zu wie wir schaffen. Aber zur ersten Wettfahrt sind wir fertig. Viel Sonne, wenig Wind. Das ist nicht unser Wetter. Gegen Strom zieht sich das Feld weit auseinander. Up and Down- Kurse mit zwei Toren. Eine halbe Stunde nach Zieldurchgang des ersten Bootes sind 28 Boote im Ziel, der Rest wird nicht gewertet, wir auch. Schöner Tag. Es kann nur besser werden.

Abends offizielle Erröffnung mit Fahnenhissen und Nationalhymnen. 5 Nationen nehmen teil : Österreich(2 Crews), Deutschland(2), Schweiz (1), Großbritannien (1) und Kanada (45).

Zweite Wettfahrt wieder wenig Wind. Warum nur, am Samstag war´s doch so toll. Wir haben Mühe, einige Manöver klappen nicht. Aber wir kommen an (43.). Ein Fortschritt. Lagebesprechung. 3. und 4. Wettfahrt gleich anschließend laufen deutlich besser ( 27. Und 36. Platz). Die Stimmung steigt. Dafür sorgt auch das Freibier, das es jeden Tag nach den Wettfahrten gibt. Die Kanadier schlagen hier besonders kräftig zu.

Die 5.Wettfahrt ist eine Langstrecke über 20 sm. Wind ? na ja (2 Bf.). Superstart. Wir halten mit den ersten 10 gut mit. In der Strömung verlieren wir ein paar Plätze. An der Wendeboje nach 10 sm wird’s mühsam. Der Wind läßt nach. Die ersten Boote sind rum und wir müssen kämpfen. Kennen wir vom Rhein her. Nur nicht zu dicht an die Boje ran. Geschafft. Unter Spi zurück. Jetzt alles rausholen. Konzentration. Bodo gehen die Zigaretten aus. Wo ist der Wind? Lufkampf vor dem Ziel. Wir sind 25. Unser bestes Ergebnis. Bier her.

Die 6.und 7. Wettfahten laufen einigermaßen (35.und 39.). Insgesamt werden wir 32. und sind damit beste europäische Crew. Wir sind zufrieden. Hat sich´s gelohnt? Ja, Kanada lohnt sich immer.

Abends dann die Abschlußfeier mit Überreichung der Gastgeschenke und einer Einladung von unserer Seite für den nächsten Worldcup 2004 in Deutschland in Röbel / Müritz (19.-26.Juni).



Danke Britannia Yachtclub

K.F. (Charly) Bräker