ALLGEMEINE KLASSENREGELN UND SPEZIFIKATIONEN
 
1.   ALLGEMEINES
 
1.1   
     a)  Zweck dieser Regeln ist es, die SHARK 24 als eine  "one-design"  [Einheitsklasse] Jachtklasse
          zu erhalten. Die Regeln sind so auszulegen, dass Klassenwettfahrten die Leistung der Mannschaften
          über die der Jachten stellen sollen.
     b)  Diese Regeln gelten nicht für SHARK 24, die an offenen Handicap [yardstick] Wettfahrten
          teilnehmen, außer dort, wo die Leistung der Jacht darauf basiert, dass sie die Bestimmungen dieser
          Regeln einhält.
 
1.2   
     a)  Die Regeln und Spezifikationen beziehen sich auf die Pläne der SHARK  24, Linienrisse und
          Laminatspläne. Diese Zeichnungen und Spezifikationen werden durch den Vorsitzenden des
          Spezifikationskomitees der International Shark Class Association (ISCA) verwahrt, und bilden
          die Basis für die Standards für die erfassten Bereiche.
     b)  Die Linienrisse und Laminatspläne, Spezifikationen und andere grundlegende Konstruktionsdaten
          sind Eigentum der ISCA und dürfen ohne schriftliche Genehmigung der ISCA nicht vervielfältigt
          werden.
 
1.3   
     a)  Die Klassenregeln sind verbindlich.
     b)  Ein  Boot, Rigg, Segel oder Ausrüstung können jederzeit durch einen Klassenvermesser, 
          oder jedes Mitglied des ISCA oder des National Shark Class Association (NSCA) Specifications
          Committee überprüft werden.
 
1.4  Unter besonderen Umständen ist das ISCA Specifications Committee mit vorhergehendem
      Einverständnis des ISCA Committees berechtigt:
 
     a)  gemäß Anhang IV Zusätze und Interpretationen dieser Regeln herauszugeben.
     b)  Dispens für die Verletzung dieser Regeln zu erteilen.
 
1.5   Die offizielle Sprache der Klassenregeln ist Englisch.  Bei Meinungsverschiedenheiten über
       Auslegungen ist dem englischen Text der Vorzug einzuräumen.
 
1.6   Die anzuwendenden Gewichte und Maße sind im metrischen System anzugeben.
 
1.7   Die ISCA, die nationalen SCA’s, und der Konstrukteur übernehmen keine Verantwortung
       hinsichtlich dieser Bestimmungen oder jeglicher Ansprüche, die sich daraus ergeben.
 
2.   WERFTEN UND EIGENTÜMER
 
2.1   Nur Werften mit einer  Lizenz, die durch und im Einvernehmen mit der ISCA erteilt wurde,
       dürfen ‘Shark 24’ bauen.

2.2   
     a)  Die Werften sind verantwortlich dafür, dass sie die Boote, Segeln, Riggs und
          Ausrüstung gemäß den internationalen Shark 24 Regeln liefern.
     b)  Jegliche Boote, Rümpfe, Segeln, Riggs, oder andere durch sie gelieferte Ausrüstung
          müssen die Werften auf eigene Kosten reparieren oder ersetzen, wenn diese die Vermessun
          nicht erfolgreich absolvieren.
 
2.3   Werften und Eigentümer haben sich mit der ISCA ins Einvernehmen zu setzen, und eine
        schriftliche Genehmigung einzuholen, bevor sie jedwede Änderung bei der Konstruktion der
        Boote, Riggs oder anderer Ausrüstungsgegenstände durchführen, die diesen Bestimmungen
        unterliegen.
 
2.4  Die Regeln sind so auszulegen, dass eine Änderung oder Modifikation der Originalkonfiguration
       des Bootes nur dann zulässig ist, wenn sie ausdrücklich durch diese Regeln erlaubt ist.
       Ohne vorherige Genehmigung durch das Specifications Committee und der vorhergehenden
       Zustimmung durch das ISCA Committee sind Änderungen unzulässig.
 
3.   REGISTRIERUNG
 
3.1  DIE ISCA hat ein Register der Segelnummern zu führen, und hat den registrierten Werften
      Segelnummern zuzuteilen.
 
3.2  Jeder Rumpf, der von einer registrierten Werft erzeugt wurde, muss  mit einer Registrierungsplakette
       versehen sein, die auf der Vorderseite der hinteren Cockpittrennwand angebracht ist. Die Plakette hat
       den Namen des Herstellers, das Baujahr, die Segelnummer und die Seriennummer anzugeben.
 
3.3  Die registrierte Segelnummer hat zur Indentifizierung des Rumpfes, und unabhängig vom Eigner am
      Boot zu verbleiben.
 
3.4  Die Eigentümerregistrierung ist durch die zuständige nationale SCA durchzuführen.
 
4.   VERMESSUNG
 
4.1   Die Shark 24 ist eine "One-design" Klasse. Die Vermessung hat gemäß diesen Bestimmungen zu
       erfolgen.
 
4.2   
     a)  Nur anerkannte Klassenvermesse  bestellt und bestätigt von der nationalen Klassenvereinigung
          dürfen ein Boot und sein Rigg, Segel und Ausrüstung vermessen.
     b)  Ein Vermesser darf ein Boot und sein Rigg, Segel und Ausrüstung nicht vermessen, wenn er
          es selbst gänzlich oder teilweise besitzt.
 
4.3  Die Bezahlung der Vermessungsgebühr, wenn anfallend, ist Sache des Eigners.
 
4.4   
     a)  Alle neuen Boote, Riggs, Segel und Ausrüstungen haben den jeweils gültigen Regeln zu entsprechen.
     b)  Alte Boote, Riggs, Segel und Ausrüstung müssen entweder den jeweils gültigen Regeln, oder jenen
          Regeln, die zur Zeit des Baues galten, entsprechen.
     c)  Sämtliche Änderungen, Austauschteile, Erneuerungen, Restaurierungen oder Modifikationen müssen
          den gegenwärtig gültigen Regeln entsprechen.
 
 5.   ZERTIFIZIERUNG
 
5.1   
     a)  Nach Empfang eines korrekt ausgefüllten offiziellen Vermessungsformulars und Zahlung der
          entsprechenden nationalen SCA Vermessungsgebühr, wenn anfallend, hat die betreffende
          nationale SCA ein offizielles Klassenvermessungszertifikat auszugeben.
     b)  Das Vermessungsformular ist durch die nationale SCA aufzubewahren.
     c)  Das Vermessungszertifikat ist nur dann als gültig zu betrachten,wenn:
 
          i)  eine gültige Quittung für die Zahlung des Mitgliedsbeitrages angeheftet ist, und
          ii) nur für Nordamerika zutreffend an der oberen linken Ecke des Heckspiegels eine
              gültige Klebeetikette für den Mitgliedsbeitrag angebracht ist.
5.2   
     a)  Eine Eigentumsänderung zieht die Ungültigkeit des Vermessungszertifikates nach sich,
          erfordert aber keine Neuvermessung.
     b)  Der neue Eigner muss bei der nationalen SCA um ein neues Zertifikat ansuchen.
 
5.3  Es ist Sache des Eigners, sicherzustellen, dass das Boot, sein Rigg, Segel und Ausrüstung
      den Klassenregeln entsprechen.
 
5.4  Wenn immer Riggs und Ausrüstung (ausgenommen Segel), die diesen Regeln unterliegen,
      getauscht werden, ist das Boot einer Vermessung zu unterziehen, und dies bei der nationalen
      SCA zu hinterlegen, andernfalls verliert das Vermessungszertifikat seine Gültigkeit.
 
5.  Das Vermessungszertifikat kann durch die ISCA für ungültig erklärt werden, wenn das Boot
     oder die Ausrüstung, auf die sich das Zertifikat bezieht, vom Specifications Committee als
     den Klassenregeln nicht entsprechend beurteilt wird.
 
6.   RUMPF, DECK, KIEL UND RUDER
 
6.1   Rumpf
 
     a)  Alle Rümpfe sind in Formen zu produzieren, die von der Originalform abgenommen wurden,
          die sich im Eigentum der ISCA befindet.
     b)  Der Rumpf muss aus Fiberglas gebaut sein (Glasfasermatten, Glasgewebe, Roving und 
          verstärkende  Plastikmatte,  um  den  Laminatspezifikationen  (siehe  1.2)  zu entsprechen.
          Außerdem sind die Gewichte von Matten und Roving, sowie die Menge des zu verwendenden
          Harzes festgelegt.
     c)  Die Dicke des Rumpfes und die Gewichte richten sich nach diesen Laminatvorgaben.
     d)  Weder Sandwichbauweise, noch ein anderes System, durch das sich Lufteinschlüsse in der
          benetzten Außenhaut bilden sollen, ist zulässig.
     e)  Die Gesamtabmessungen des Rumpfes sind folgende:
          Gesamtlänge [Lüa]: 7315 mm (24’ 0”) Schiffsbreite [Büa]: 2083 mm (6’ 10”) 
     f)  Vorgesehene Wasserlinienlänge und Tiefgang sind:
          Konstruktionswasserlinienlänge: 6095 mm (20’ 0”), Tiefgang: 965 mm (3’ 2”)  
 
6.2   Deck
 
     a)  Die Deckeinheit (Kajütaufbau, Backskistendeckel, Cockpit, etc.) hat gemäß den
          Laminatspezifikationen aus geformtem Glasfasermaterial zu bestehen.
     b)  Das Deck und das Kabinendach dürfen in “Sandwich” Bauweise oder aus “synthetic
          microballoon construction” bestehen.

     c)  Die Selbstlenzeinrichtung des Cockpit ist beizubehalten.
     d)  Die Höhe des hölzernen Cockpitsülls darf nicht geringer sein als die der Standard-Glasfaserform.
          Bei Booten mit hölzernen Sülls dürfen diese abgeändert werden, damit sie das selbe Profil wie
          Boote mit Glasfasersülls haben, wie dies bei neueren Sharks der Fall ist.
     e)  Bedienleinen (Schoten, Leinen, Spannvorrichtungen) dürfen nicht durch das Cockpitsüll, den
          Rumpf oder das Deck laufen. In Fällen, bei denen die ursprüngliche Anordnung  vorsieht, 
          dass die Genuaschoten durch das hölzerne Süll laufen (eine zentrale Winsch), ist dies als
          akzeptabel zu werten.
 
6.3   Kiel
 
     a)  Der Kiel hat aus Gusseisen zu bestehen, das nicht mehr als 2% Nickel oder andere
          Legierungsbestandteile enthält. Das Kielgewicht hat 306 kg. +/- 7 kg. (675 +/- 15 lbs.)
          zu betragen, um Gusstoleranzen zu berücksichtigen.
     b)  Der Kiel hat den in Anhang III, Fig. 1 angegebenen Maßen zu entsprechen.
     c)  Die Dicke des Kielsteges oder benannt als flacher Teil an den Vorder- und Hinterkanten darf
          nicht größer als 22 mm (7/8”) oder kleiner als 16 mm (5/8”) sein. Die Dicke darf über die
          Länge dieses Abschnittes höchstens um 6 mm (¼”) variieren, d.h. die maximale zulässige
          Dicke innerhalb dieses Abschnittes ist 28 mm (1  1/8”). Die Vorder- und die Hinterkante
          können sich auf maximal  50 mm verjüngen, gemessen lotrecht zum Gusskörper.
     d)  Der Kiel muss mit der Hinterkante des Flansches an einem Punkt positioniert sein, der eine
          Minimalentfernung von 3.295 mm (10’ 9-¾”)  und eine Maximalentfernung von
          3.325 mm (10’  11”) vom Spiegel, gemessen entlang der Mittellinie des Rumpfes aufweist.
          Der Abstand vom Kielschuh zum tiefsten Punkt des Heckspiegels, entlang der Mittellinie hat
          2.845 mm +/- 20 mm (12” +/- ¾”) zu betragen. Die Entfernung von diesem Punkt am Kiel
          zum nähesten Punkt an der Mittellinie des Rumpfes muss  670 mm +/− 15 mm (26- ½”+/−5/8”)
          betragen.
     e)  Der Kielflansch muss über seine gesamte Länge mindestens 12 mm (½”) unter die Rumpfoberfläche
          hinausragen, gemessen 25 mm (1.0”) nach innen von der Kante des Flansches auf der Oberfläche
          des Rumpfes und im gleichen Winkel wie die Rumpfoberfläche.
     f)  Die Länge der Ausglättung des Rumpfes vor und hinter dem Kielflansch, wo er den Rumpf berührt,
          darf 150 mm (6.0”) nicht übersteigen.
     g)  Die Ausglättung des Rumpfes und die vertikalen Seiten des Flansches dürfen  11 mm (7/16”)
          konkaven Radius nicht übersteigen, wobei der Radius tangential sowohl  zur Oberfläche des
          Flansche als auch zur Oberfläche des Rumpfes liegt.
 
6.4A  Gewicht - außerhalb von Nordamerika
 
     a)  Das Gewicht hat folgendes zu umfassen: Rumpf, Kiel, Ruder und Pinne, 3 innenliegende Kojen
          und Matratzen (siehe  9.3,  a) hinsichtlich der Maße), Ablagen, Beleuchtung mit Batterie, nicht
          bewegliche Inneneinrichtung, Mast, Baum und das gesamte Rigg, sowohl stehendes, als auch
          aufendes Gut. Nicht eingeschlossen sind Segel, Motor, Treibstoff und Tank, Werkzeuge, Anker
          mit Leine, oder andere bewegliche Gegenstände.
     b)  Dieses Gewicht hat zumindest 953 kg (2100 lbs.) zu betragen.
     c)  Wenn Ausgleichsgewichte erforderlich sind, um dieses Minimumgewicht  (BASIC BOAT WEIGHT)
          zu erreichen, müssen diese als Metallplatten oder Bleche mitgeführt werden, mit ihrem Gewicht
          dauerhaft markiert sein, und dauerhaft auf der starren oder beweglichen Ober- oder Unterseite
          der Kojenoberseite angebracht sein.
     d)  Die Ausgleichsgewichte sind im Meßzertifikat anzuführen.

Gewicht - nur Nordamerika
 
     a)  BASIC BOAT WEIGHT shall be not less than 953 kg. (2100 lbs) when equipped as follows:
 
          Spars, standing and running rigging, excluding sheets and spinnaker pole
          Floor boards.
          Hatch boards
          Rigid lazarette cover and motor cut out.
          Rigid bunk tops including all cut-outs and inserts
          Rudder and tiller
          Removable Shelving
 
     b)  All removable equipment such as floorboards etc. which is on board to determine this
          BASIC BOAT WEIGHT will be noted on the measurement form and identified in some
          manner by the measurer. Yachts will be weighed with all other removable equipment
          offloaded.  Permanently installed equipment may be left in place but will be noted on
          the measurement form.  Any such equipment which, in the opinion of the measurer, is
          installed  solely  to  effect  a  more  favorable  weight  distribution  than  corrector  weights
          would allow shall be removed or subtracted from the BASIC BOAT WEIGHT.
     c)  If corrector weights are required to attain the BASIC BOAT WEIGHT, these shall be in
          the form of metal plates or sheets, be permanently marked with the weight and shall
          be fastened in a permanent manner to the topsides or undersides of the bunk tops.
     d)  The corrector weight shall be indicated on the measurement certificate.
     e)  ALL  UP  RACING  WEIGHT  shall  be  not  less  than  2300  lbs  when  equipped  with  all
          items  included  in  the  BASIC  BOAT  WEIGHT,  all  equipment  specified  in  Rule  9
          (Racing  Regulations)  and  any  optional  equipment  required  to  reach  the  ALL  UP
          RACING WEIGHT.   Personal clothing and consumable stores including water and
          engine fuel may not be included in the ALL UP RACING WEIGHT.
     f)  The equipment added to the BASIC BOAT WEIGHT to arrive at the ALL UP RACING
          WEIGHT is to   be normal racing and cruising equipment and not ballast.
     g)  All  equipment  comprising  the  ALL  UP  RACING  WEIGHT  of  the  yacht  shall  be
          itemized on the Inventory of Required and Optional Equipment, which shall be carried
          aboard the yacht and be available for inspection by race authorities.
     h)  Any owner whose officially measured BASIC BOAT WEIGHT is over 953 kg. (2100
          lbs) may apply for WEIGHT RELIEF. This will be considered only:
          (i)  when no BASIC BOAT WEIGHT corrector weights are being used.
          (ii)  to the extent by which  the BASIC BOAT WEIGHT exceeds  953 kg. (2100 lbs)

          This  application  must  be  submitted  in  writing  on  the  prescribed  form  to  the  local
          measurer  who  will  consult  with  and  get  the  approval  of  the  Chief  Measurer.  If  the
          Chief  Measurer  approves,  he  will  certify  and  sign  the  application,  produce  a  new
          measurement certificate and mail these to the owner.
 
     WEIGHT RELIEF will be granted first of all to those items in group A in any order. When these
     are exhausted, items from group B may be requested in any order.  When relief is granted
     they shall void the need to comply with the applicable section of Rule 9. Racing Regulations.
 
     Group A
 
     Reduce/remove bunk cutouts  
     Reduce/remove v-berth insert
     Reduce number of/remove bunk cushions  
     Remove forward floorboard (if appropriate) 

     Install lighter floorboards (if appropriate)
     Reduce size of/remove anchor
     Reduce/remove internal shelving
 
     Group B
 
     Make Minor enlargements to bunk cutout holes
     Make minor internal structural modifications e.g. removing built in cooler etc.
     The  Chief  Measurer  will  have  the  discretion  to  consider  other  weight  reduction
     methods including the reduction of motor corrector weights in certain cases of grossly
     overweight boats.
 
     Appendix IV 1,  (Section 23, Builders and Owners) shall not apply in North America
 
6.5   Ruder
 
     a)  Das Ruder hat aus vollem Hartholz oder wahlweise aus Glasfaser verstärktem Plastik über
          einem nicht verpflichtenden Kern zu bestehen. Der Kern muss den aufgebrachten Belastungen
          standhalten.
     b)  Das Minimalgewicht einschließlich der Beschläge oder Stifte, aber ohne Pinne und Verlängerung
          hat  7.7  kg  (17  lbs.)  zu betragen. Es darf ein Ausgleichsgewicht von höchstens 0,9 kg angebracht
          werden.
     c)  Die Dicke des Blattes hat 40 mm +/-  5 mm (1-9/16” +/-  3/16”) zu betragen. Diese Dicke ist
          zumindest über einen Minimalabstand von 711 mm (2’4”) unter dem Heckspiegel einzuhalten.
     d)  Die Tiefe des Ruders unter dem tiefsten Punkt des Heckspiegels hat zumindest 813 mm (2’8”)
          zu betragen.
     e)  Die Breite des Ruders zwischen dem tiefsten Punkt des Heckspiegels und 711 mm (2’4”) unter
          dem Heckspiegel darf nicht mehr als 432 mm (17”) und nicht weniger als 178 mm (7”) betragen.
          Es muss auch an einem Punkt 279 mm (11”) breit sein. Die Breite unterhalb des 711 mm (2’4”)
          Punktes ist nicht begrenzt.
     f)  Ruderblätter müssen gegenüber dem Drehbolzen feststehen. Weder die Rudertiefe noch das
          Ruderprofil dürfen verstellbar sein. Die Linie der Spiegelbeschläge darf senkrecht sein.  
     g)  Das Ruder oder der Heckspiegel müssen mit einer geeigneten Einrichtung versehen sein, die
          verhindert, dass sich das Ruder vom Rumpf löst.
     h)  Keine Flügel (d.h. endplates oder winglets) sind über oder unter der Wasserlinie zulässig.
 
6.6   Ruderpinne
 
     a)  Die Ruderpinne hat  eine Höchstlänge von 1.270 mm (50”) aufzuweisen, gemessen vom
          heckseitigsten Teiles des Heckspiegels zum bugseitigsten Teil der Ruderpinne, der in das
          Cockpit ragt, wenn die Ruderpinne ordnungsgemäß mit dem Ruder verbunden ist, und
          wenn das Ruder in seiner normalen Position hängt.
 
     b)  Hinsichtlich der Ruderpinnenverlängerung gibt es keine Beschränkungen.
 
6.7   Püttings (Rüsteisen)
 
     a)  Die Ober- und Unterwanten sind an einem gemeinsamen Pütting zu befestigen, das mit der
          achterlichen Seite des Hauptschotts so nahe wie möglich am Schandeck verbolzt sein muss.
     b)  Das Achterstag hat zu einem einzigen Pütting an der Backbordseite der Pinne zu führen, und
          die Pinne darf nicht überspreizt werden.


6.8   Vorstag und Bugbeschlag
 
     a)   Der Mittelpunkt des Loches für die Vorstagbefestigung am Bugbeschlag darf nicht weiter als
          230 mm (9”) vom vordersten Punkt des Rumpfes (ausgenommen des Überhanges des Bugbeschlages)
          entfernt sein.
     b)  Wenn die Vorstagbefestigung mehr als ein Loch aufweist, ist das zu verwendende Loch mit einem
          Band zu kennzeichnen, das höchstens 6 mm (¼”) breit ist, und in Kontrastfarbe vor dem Loch
          aufgebracht ist.
 
6.9   Mastschuh
 
     a)  Hat ein U-Profil aus Metalllegierung mit einer Mindestlänge von 560 mm (22”) und einer Breite
          von 90 mm (3-½”), und einer Höhe von 45 mm (1-¾”) zu sein, wobei die Höhe bugseitig und
          heckseitig, ausgehend von der Mastbefestigung, abgeschrägt sein darf.
     b)  Ist am Kabinendach zu befestigen.
 
6.10   Travellerschiene für die Großschot
 
     a)  Ist quer zum Cockpit anzubringen, wobei sich ihre Unterseite höchstens 25 mm (1”) von der
          Sitzhöhe entfernt befinden darf.
     b)  Sie muss 559 mm +/− 25 mm (22”  +/− 1”) vom achterlichen Cockpitende liegen, gemessen auf
          Sitzhöhe vom heckseitigen Ende des Cockpit zur Mitte der Schiene.
     c)  Die Ducht unter der Travellerschiene darf nicht entfernt werden.
 
6.11  Mastunterstützung
 
     Eine Mastunterstützung ist zulässig, um das Deck und den Mast zu stützen. Die
     Mastunterstützung ist zusammen mit dem originalen Hauptschott oder Rahmen einzusetzen.
     Die Mastunterstützung sollte keine Originalschotten, Rahmen oder Ausrüstung ersetzen. Die
     Mastunterstützung darf nach Installierung nicht verstellbar sein. Die Mastunterstützung dient
     einzig und allein der zusätzlichen Unterstützung. Das Gewicht der Mastunterstützung ist nicht
     in das Nettogewicht einzurechnen. Die Mastunterstützung ist so anzuordnen, dass sie den
     Zugang zum Vorschiff und den Ausgang aus dem Vorschiff nicht behindert.
 
7.   PROFILE UND TAKELAGE
 
7.1   Mast
 
     a)  Der Mast hat Teil eines Aluminiumprofiles mit folgende Gewichts- und Dimensionsbeschränkungen zu sein:
          Das Mindestgewicht hat 1,63 kg/m (1.1 lb./ft.) zu betragen. Er darf nicht konisch sein, und die Länge
          seines Profils hat zumindest 90.0 mm (3.5”) und die Breite seines Profils hat zumindest 50 mm (2”) zu
          betragen. Die Wandstärke hat über die ganze Länge des Profiles gleich zu sein.
     b)  Bei den Shark 24, die in Nordamerika gebaut wurden, hat die Mastsektion den Bestimmungen von Anhang
          III, Fig. 2 zu entsprechen.
     c)  Das Mindestgewicht des Mastes mit folgenden Anbauteilen darf nicht unter 20,4 kg (45 lbs.) liegen.
          •  Mastfußbeschlag
          • Großbaumschiene (oder gleichwertiges)
          • Spinnakerbaumschiene (oder gleichwertiges)
          • Jumpstagspreizen, Jumpstage und Spanner
          • Salinge
          • Ober- und Unterwanten einschließlich Spanner
          • Vorstag minus aller abnehmbarer Mastbeschläge
          • Achterstag ohne alle entfernbaren Spannvorrichtugen
          • Groß-, Fock-, und Spinnakerfallen einschließlich Vorläufer
          • Spinnaker Topnant und Niederholerleinen und/oder Drähte
          • Vorsegel-Spannvorrichtung, so vorhanden.
 
     d)  Der Mastfußbeschlag darf entweder aus einer Aluminiumlegierung oder rostfreiem Stahl bestehen.
     e)  Der Mast darf nicht drehbar sein.
     f)  Fallen und Spinnakerbaum-Bedienleinen dürfen innerhalb oder außerhalb des Mastes verlaufen.
 
7.2   Mast-Messmarken (Mastband)
 
     a)  Der Mast hat zwei (2) gemalte Messmarken aufzuweisen, die in einer Kontrastfarbe zum Mast aufgebracht
          wurden.
     b)  Diese müssen zumindest 25 mm (1”) breit sein.
     c)  Die Oberkante des unteren Mastbandes hat 965 mm +/−12 mm (38” +/− ½”) über dem Niveau des
          Schandecks zu liegen. Die Referenzpunkte am Deck außerhalb der Schiene sind etwa 2.500 mm
          (8’  2-3/8”) vom Bug entfernt, wenn entlang des Schandecks gemessen wird Bei Masten mit
          feststehenden Lümmel, bei denen der Baum im rechten Winkel zum Mast angebracht ist, darf die
          Oberseite des Baumes nicht unter die Oberkante des unteren Mastbandes reichen.
     d)  Die Unterkante des oberen Mastbandes darf höchstens 7.010 mm (23’ 0”) über der oberen Kante des
          unteren Mastbandes befinden.
 
7.3   Salinge
 
     a)  Diese müssen aus Holz, Aluminium oder rostfreiem Stahl mit einem Mindestdurchmesser von 16 mm (5/8”)
          bestehen, oder einen äquivalenten Querschnitt, gemessen an der Basis, aufweisen.
     b)  Diese müssen zumindest 585 mm (23”) lang sein, gemessen von der Mittellinie der Want zum
          nächstliegenden Mastteil.
     c)  Die Mittellinie der Salinge am Mast hat 2 250 mm +/− 25 mm (7’ 4-½” +/− 1”) über dem oberen Rand
          des unteren Mastbandes zu verlaufen.
 
7.4   Jumpstagspreize
 
     a)  Haben aus  Holz, rostfreiem Stahl oder einer Aluminiumlegierung mit 12 mm (½”) Mindestdurchmesser
          oder gleichwertigem Querschnitt zu bestehen (gemessen an der Basis).
     b)  Dürfen nicht kürzer als 255 mm (10”) sein, gemessen zwischen der Verbindungsstelle am Mast und der
          Mittellinie des Jumpstags.
     c)  Der Winkel zwischen den Jumpstagspreizen und der Mittellinie des Mastes hat 50º +/-  5º zu betragen.
     d)  Die Mittellinie der V-Spreize am Mast hat 5.207 mm +/- 5 mm (17’ 1” +/- 1”) über der Oberkante des
          unteren Mastbandes zu liegen.
 
7.5   Stage und Spannschlösser

     a)  Stage und Spannschlösser müssen folgende Bedingungen erfüllen:
         
  Drahtstärken  (1x19)
Minimaldurchmesser
Spannschlossgrößen
Vorstag 3,0mm (1/8”) K.A.
Oberwanten 4,0 mm (5/32”) 8,0 mm (5/16”)
Unterwanten 3,0 mm (1/8”) 6,0 mm (1/4”)
Achterstag 2,0 mm (3/32”) K.A.
Jumpstage 2,0 mm (3/32”) 5,0 mm (3/16”)

     b)  Ist ein Fockroller als Teil des Vorstags installiert, muss dieses System eine Belastbarkeit von zumindest
          907 kg (2000 lbs) aufweisen.
     c)  Wenn das Rollfocksystem ein Profilstag verwendet, darf dieses nur eine einzige Keep aufweisen.
 
7.6   Stehendes Gut
 
     a)  Mit der Ausnahme vom Achterstag, darf stehendes Gut nur durch die normale Verwendung von
          Standard-Spannschlössern verstellbar sein.
     b)  Alle Befestigungspunkte für stehendes Gut am Mast müssen außerhalb des Mastes angebracht sein.
 
7.7   Unterwanten
 
     Die obere Verlängerung der Unterwanten hat den Mast einem Punkt zu kreuzen, der nicht tiefer als
     100 mm (4”) unter der Mittellinie der Salinge liegt.
 
7.8   Oberwanten
 
     Der Befestigungspunkt der Oberwanten am Mast darf nicht über der Mittellinie der Jumpstagspreizen,
     und auch nicht mehr als 150 mm (6”) unter diesem Punkt liegen.
 
7.9   Vorstag
 
     Die obere gedachte Verlängerung des Vorstags hat den Mast 5207 mm + /- 25 mm (17’ 1” + /- 1”)
     über der Oberkante des unteren Mastbandes zu kreuzen.
 
7.10  Achterstag
 
     Die Mindestlänge hat 7.900 mm zu betragen.
 
7.11  Jumpstage
 
     Jumpstage sind am Topbeschlag zu befestigen, wobei die untere Verlängerung [dieses Drahtseiles]
     den Mast an einem Punkt schneidet, der höchstens 100 mm (4”) über Mittellinie der Salinge liegt.

7.12  Fockfallblock
 
     Der Befestigungspunkt für den Fockfallblock muss sich zumindest 76mm (3”) unter dem Punkt, an dem
     das Vorstag den Mast schneidet, befinden.
 
7.13  Spinnakerfallblock
 
     a)  Die maximale Höhe der Unterseite des Spinnakerfalles unmittelbar vor dem Block oder der Führung darf
          sich nicht weiter als 5.194 mm (17’ ½”) über dem oberen Rand des unteren Bandes befinden.  
     b)  Die maximale horizontale Distanz zwischen der Vorderseite des Mastes und des Spinnakerfalles unmittelbar
          unterhalb oder oberhalb des Blocks oder der Führung darf nicht mehr als 76 mm (3”) betragen.
     c)  Die Maße in den Punkten 7.13 a) und 7.13 b) gelten dann, wenn die Fallenden am Mast befestigt sind,
          und am Scheibengatt oder an den Umlenkrollen am Mastfuss belegt sind, und das Ende des Spinnakerfalles
          auf der Spinnakerseite des Falles horizontal vom Mast nach vorne gezogen wird.
     d)  Ausgenommen den Block oder die Führung, die in den Punkten 7.13 a) und 7.13 b) angeführt sind,
          darf es keine andere Möglichkeit geben, das Fall auf der Spinnakerseite zu halten.
 
7.14  Position des Mastfußes
 
     a)  Dieser darf sich höchstens 2.235 mm (7’4”) von der beschriebenen Befestigungsstelle des Vorstags
          entfernt befinden, gemessen zur Vorderseite des Mastes unmittelbar über dem Mastfußbeschlag.
          Diese Messung ist parallel zum Deck vorzunehmen.
     b)  Das Loch im Mastschuh dient dazu, um das oben angeführte Maß einzustellen und ist durch ein klar
          erkennbares gemaltes Kontrastband von zumindest 6 mm (¼”) Breite zu kennzeichnen, das sich
          unmittelbar achtern vom festgelegten Loch befindet.
 
7.15  Baum
 
     Hat ein Profil aus Aluminiumlegierung zu sein, und muss ohne Beschläge ein Minimalgewicht von 3.4 kg.
     (7.5 lbs.) aufweisen.
 
7.16  Baummessmarke
 
     a)  Der Baum hat ein einziges gemaltes Kontrastband aufzuweisen.      
     
b)  Das Band muss zumindest 25 mm (1”) breit sein.
     c)  Wenn der Baum am Lümmelbeschlag angebracht ist, und sich im rechten Winkel zum Mast  befindet,
          darf  die  Entfernung  zwischen  der  Abwärtsprojektion  der  achterlichen Seite des Mastes und dem
          vorderen Rand des Kontrastbandes höchstens 3100 mm  (10’2”) betragen, wobei Vorsprünge und
          Ausnehmungen nicht berücksichtigt werden.
 
7.17  Baumniederholer
 
     Baumniederholer, Baumkicker, Baumaufholer und Baumpreventer (Bullenstander) sind zulässig.
     Baumniederholer müssen auf der Schiffsmittellinie und höchstes 305 mm (12”) achterlich vom Mast ansetzen.

7.18  Spinnakerbaum
 
     a)  Gesetzt im rechten Winkel zum Mast und parallel zur Schiffsmittellinie, von der Vorderkante des
          Mastes, ausschließlich der Schiene, gemessen zum äußersten Ende des Baumes, einschließlich aller
          angebrachten Beschläge darf das Maß nicht länger als 2.235 mm (7’4”) sein.
     b)  Das Innenbordende des Baumes darf am Mast mittels einer Schiene in der Höhe verändert oder
          zwischen Fixpunkten gewechselt werden. Der höchste Befestigungspunkt darf nicht höher als
          813 mm (32”) über der Oberkante des des unteren Mastbandes liegen.
 
7.19  Schoten
 
     a)  Sind auf die Punkte innerhalb der Plankontur des Rumpfes zu führen, und es darf keine Vorrichtung
          verwendet werden, um Schoten oder Schotführungen außerhalb dieser Konturen zu führen,
          ausgenommen ein Spinnakerbaum oder Fockausbaumer, oder gemäß den Bestimmungen der ISAF
          Racing Rules of Sailing, die sich auf Vorsegel beziehen.
     b)  Die  Großschot ist innerhalb des Cockpits zu führen.
     c)  Die Vorsegelschoten sind zunächst durch Leitblöcke außerhalb des Cockpitbereiches zu führen.
 

8.   SEGEL   
 
8.1   Allgemeines
 
     a)  Segel dürfen nur aus gewebten Fasern bestehen, und müssen den unten angegebenen Maßen
          und Spezifikationen entsprechen. Die Verwendung von Mylar, Carbon, Kevlar, oder von Laminaten,
          die diese Materialien verwenden, ist nicht gestattet.
     b)  In jedem Segel sind zwei “Fenster” zulässig. Die gesamte Fensterfläche pro Segel darf 387096
          Quadratmillimeter (Anmerkung: Zahl von GJC  estätigt), (600 Quadratzoll) nicht übersteigen.
          Die Fenster müssen transparent sein, und Punkt 8.1 a) trifft auf das Fenstermaterial nicht zu.
     c)  Alle Segel müssen ein ISCA Label tragen.
     d)  Bei Diskrepanzen hinsichtlich des Gewichtes des Segelgewebes, wird das vom Hersteller angegebene
          Gewicht des Segelgewebes zur Feststellung des Segelgewichtes verwendet.
          Dies trifft auf alle Shark Segel zu.
 
8.2   Großsegel
 
     a)  Mindestgewicht des Segelgewebes                                0,215 kg/Quadratmeter
     b)  Achterliek                                                                   7.468 mm (24’ 6”) Maximum
     c)  Breite in der halben Segelhöhe                                      1.956 mm (6’5”) Maximum  
     d)  Breite in drei Viertel der Segelhöhe                                1.143 mm (3’9”) Maximum
     e)  Kopfbrettbreite, gemessen im rechten Winkel zum Mastliek  102 mm (4”) Maximum
     f)  Segellatten          Obere und untere (2)                            610 mm  (24”) Maximum
                                   Mittlere               (1)                            686 mm  (27”) Maximum.
     g)  Die Lattentaschen müssen sich in gleichmäßigen Abständen am Achterliek des Segels befinden.
     h)  Das Großsegel hat am Mast und am Baum mittels Liektau oder Rutscher befestigt zu sein.

8.3   Fock
 
     a)  Mindestgewicht des Segelgewebes                              0,215 kg/Quadratmeter
     b)  Vorlieklänge                    5486 mm (18’0”) Minimum,    5.918mm (19’ 5”) Maximum
     c)  Segellatten 2 (optional)                                             305 mm (12”) Maximallänge
     d)  Die Taschen der Segellatten müssen in gleichen Abständen über das Achterliek verteilt sein.
     e)  Die Breite des Segels, lotrecht zum Vorliek gemessen, darf 2.819 mm (9’  3”) nicht übersteigen.
     f)  Mindestens sechs (6) Stagreiter oder gleichwertiges sind zu verwenden, wenn ein Drahtvorstag
          benutzt wird.
     g)  Bei Benutzung einer Rollreffeinrichtung sind keine Stagreiter erforderlich.
 
8.4   #1 Genua
 
     a)  Mindestgewicht des Segelgewebes                              0,156 kg/Quadratmeter
     b)  Vorlieklänge              5486 mm (18’0”) Minimum,          5.918mm (19’ 5”) Maximum
     c)  Die Breite des Segels, lotrecht zum Vorliek gemessen, darf nicht weniger als 3.912 mm (12’ 10”)
          und nicht mehr als 4.013 mm (13’ 2”) betragen.
     d)  Das Segel darf nur ein Schothorn haben, und der Außendurchmesser des Schothornringes darf
          51 mm (2”) nicht überschreiten.
     e)  Mindestens sechs (6) Stagreiter oder gleichwertiges sind zu verwenden, wenn ein Drahtvorstag
          benutzt wird.
     f)  Bei Benutzung einer Rollreffeinrichtung sind keine Stagreiter erforderlich.
 
8.5   #2 Genoa
 
     a)  Mindestgewicht des Segelgewebes                              0,156 kg/Quadratmeter
     b)  Vorlieklänge                    5486 mm (18’0”) Minimum,    5.918mm (19’ 5”) Maximum
     c)  Die Breite des Segels, lotrecht zum Vorliek gemessen, darf nicht weniger als
          3.302 mm (10’ 10”) und nicht mehr als 3.404 mm (11’ 2”) betragen.
     d)  Das Segel darf nur ein Schothorn haben, und der Außendurchmesser des Schothornringes darf
          51 mm (2”) nicht überschreiten.
     e)  Mindestens sechs (6) Stagreiter oder gleichwertiges sind zu verwenden, wenn ein Drahtvorstag
          benutzt wird.
     f)  Bei Benutzung einer Rollreffeinrichtung sind keine Stagreiter erforderlich..
 
8.6   Spinnaker
 
     a)  Mindestgewicht des Segelgewebes                    0,034 kg/Quadratmeter
     b)  Vorliek oder Achterliek                                     6.147 mm (20’2”) Maximum
     c)  Breite                                                            4.013 mm (13’2”) Maximum
     d)  Das Segelgewebe soll aus einem Stück bestehen, und keine "Gucklöcher” oder Venturiklappenaufweisen.
     e)  Der Spinnaker hat symmetrisch zu sein.
 
8.7   Segelnummern
 
     a)  Nummern sind auf beiden Seiten des Großsegels und der Genua, und an der Außenseite des
          Spinnakers anzubringen.
     b)  Diese sind gemäß ISAF Racing Rules of Sailing anzubringen.
     c)  Die Nummern haben folgende Mindestmaße aufzuweisen:
                    Höhe                      300 mm (12”)
                    Breite                     200 mm (8”)
                    Schriftbreite            45 mm (1 - ¾”)
                    Buchstaben(Ziffern) Abstand  60 mm (2 - 3/8”)
 
8.8  Nationalitätsbuchstaben
 
     a)  Nationalitätsbuchstaben (wie in den ISAF Racing Rules of Sailing angeführt) sind bei allen Welt- und
          internationalen Veranstaltungen auf beiden Seiten des Großsegels zu führen. Nationalitätsbuchstaben
          sind für nationale oder andere sanktionierte Veranstaltungen nicht erforderlich.
     b)  Die Nationalitätsbuchstaben sind gemäß den ISAF Racing Rules of Sailing anzubringen.
     c)  Die Buchstaben haben folgende Mindestmaße aufzuweisen:
                    Höhe                       300 mm (12”)
                    Breite                      200 mm (8”)
                    Schriftbreit                 45 mm (1¾”)
     d)  Buchstaben(Ziffern) Abstand  60 mm (2 - 3/8”)
 
8.9   Emblem
 
     a)  Das “Shark” Emblem ist über den Segelnummern und Buchstaben an beiden Seiten des Großsegels
          anzubringen.
     b)  Die Konturen des Emblems haben jenen in Anhang III, Fig. 3 zu entsprechen.
     c) Die Mindestgesamtlänge hat 812 mm (32”) zu betragen.

 
9.   WETTKAMPFBESTIMMUNGEN
 
9.1   Allgemeines
 
     Sämtliche Wettfahrten unter SHARK 24ern als Einheitsklasse haben in erster Linie den ISCA
     Klassenbestimmungen und in zweiter Linie den ISAF Classic Yacht Rules- und in dritter Linie
     den Regeln der nationalen Segelinstanz des Landes, in dem die  Wettfahrte  abgehalten
     werden, zu entsprechen.
 
9.2   Mannschaft
 
     a)  Die Minimalmannschaft für Wettfahrten  die von ISCA und den nationalen SCAs abgehalten werden,
          beträgt drei (3) Personen.
     b)  Mannschaftsänderungen in einer Wettfahrtserie sind nur mit Genehmigung des Rennkomitees
          und/oder der Jury zulässig, und dürfen nur aufgrund Krankheit oder Abwesenheit aufgrund anderer
          zwingender Gründe vorgenommen werden.
 
9.3   Ausrüstungserfordernisse
 
     a)  Alle SHARK 24 haben in Wettbewerben folgendes mit sich zu führen:
          i)  Einen Anker mit einem Minimalgewicht von 5,5 kg (12 lbs.), der mit einer Länge von zumindest
              30 Meter (100’) eines 12,5 mm (½”) Hanf- oder 9,5 mm (3/8”) Nylon-, Polypropylen- oder
              gleichwertigen Seiles verbunden ist.
          ii)  Zwei Paddel oder Ruder mit einer Mindestlänge von 1.220 mm (4’).
          iii) Drei Kojen und drei Matratzen oder Matratzensätze von je 1.830  mm  (6’) Mindestlänge
              und 610 mm (2’) Mindestbreite oder gleicher Fläche und einer Mindestdicke von 50 mm (2”),
              bestehend aus Schaumstoff, der vollständig mit Vinyl, Stoff oder einem gleichwertigen Material
              bedeckt ist.
          iv) Eine Kühlbox.
          v) Eine zugelassene Schwimmweste oder zugelassene Schwimmhilfe für jedes Mannschaftsmitglied.
          vi) Jegliche andere Ausrüstung, die aufgrund örtlicher gesetzlicher Erfordernisse benötigt wird.
          vii) Ein ausgefülltes Formular mit der Bezeichnung "Inventory of Required and Optional Equipment"
              (nur für Nordamerika).
 
9.4.   Motor und Treibstofftank – nur für Nordamerika
 
     a)  Bei Wettfahrten muss immer ein Motor und ein Treibstofftank in der Backskiste sein.
     b)  Wenn der Motor und der leere Treibstofftank weniger als 27,2 kg (60 lbs.) wiegen, dann sind
          Ausgleichsgewichte dauerhaft an dem Querschott in der Backskiste angebracht mitzuführen.
          Das Ausgleichsgewicht hat eine dauerhafte Markierung aufzuweisen, die sein Gewicht angibt.
          Das Ausgleichsgewicht darf aus Metall, Beton oder einem ähnlichen dichten festen Material bestehen,
          und darf kein Gebrauchsgegenstand sein (etwa ein Anker, Tiefenlot, oder Werkzeug).
     c)  Die Ausgleichsgewichte müssen im Messzertifikat angeführt sein.
 
Motor und Treibstofftank – für Europa
 
     a)  Wenn vom Regattaveranstalter oder der Behörde ein Motor vorgeschrieben wird, ist dieser während der
          Wettfahrt in der Kajüte oder der Backskiste zu verstauen.
     b)  Wenn der Motor und der leere Teibstofftank (bei Elektromotoren alternativ zum Treibstofftank, die
          Batterie(n) weniger als 27,2 kg wiegen, dann ist ein Ausgleichsgewicht mitzuführen. Dieses hat eine
          dauerhafte Markierung aufzuweisen, die sein Gewicht angibt. Das Ausgleichsgewicht darf aus Metall,
          Beton oder einem ähnlichen dichten, festen Material bestehen und darf kein Gebrauchsgegenstand
          sein (etwa ein Anker, Tiefenlot, Werkzeug usw.).
     c)  Das Ausgleichgewicht muss neben dem Motor verstaut werden.
 
9.5   Backskistendeckel (Anmerkung: Das Spezifikations Committee befasst sich mit der
        Frage der 2 Backskistendeckel in Europa)
 
     a)   Die Backskistendeckel und die Spiegelluke müssen in ihrer vorgesehenen Lage während der Wettfahrt
          geschlossen bleiben.
     b)   Das Mindestgewicht eines Ersatzbackskistendeckels hat 4,4 kg (9.7 lbs) zu betragen.
     c)   Das Mindestgewicht einer Ersatzspiegelluke hat 0,68 kg (1.5 lbs) zu betragen.
     d)   Ausgleichsgewichte sind nicht zulässig, um das Minimalgewicht für die Punkte 9.5 b) und c) zu erreichen.
 
9.6  Segel
 
     a)  Zu keiner Zeit darf eine SHARK 24 in einer Wettfahrt gemäß diesen Regeln an Bord mehr als
          1 Großsegel, 3 Vorsegel und 2 Spinnaker mitführen.
     b)  Mit vorheriger schriftlicher Verständigung der veranstaltenden Organisation können die folgenden
          wahlweise zu erlassenden Regeln für eine Regatta, eine Seri von Wettfahrten, oder eine einzelne
          Wettfahrt verpflichtend gemacht werden: "Eine Jachtdarf für diese Veranstaltung (Serie, Regatta,
          Wettfahrt) ein Segelinventar von höchstens 1 Großsegel, 3 Vorsegel und 2 Spinnake vermessen
          Diese Sege sind durch die veranstaltende Organisation deutlich zu kennzeichnen. Jede Jacht, die
          bei irgend einer Wettfahrt an Bord ein Segel mitführt, das nicht so gekennzeichnet ist, ist von
          dieser Veranstaltung zu disqualifizieren.
     c)  Wenn keine Genehmigung durch die Wettfahrtleitung oder die Jury eingeholt wurde, dürfen nur
          Segel mit der registrierten Segelnummer der Jacht verwendet werden.
     d)  Rollreffeinrichtungen sind zulässig. Sie dürfen in der Wettfahrt verwendet werden, dürfen aber nicht
          zwischen der voll gerefften oder voll gesetzten Position der Segel benutzt werden.
     e)  Alle Vorsegel dürfen nur gefahren werden, wenn alle Stagreiter am Vorstag und der Hals am
          Bugbeschlag befestigt sind. Vorsegelrolleinrichtungen mit einer Keep sind     erlaubt.
 
9.7  Mastfuß
 
     Die Position des Mastfußes darf während der Wettfahrt nicht verändert werden.
 
9.8  Ruder
 
     Das Ruder darf während der Wettfahrt, der Regatta oder der Serie von Wettfahrten ohne
     Genehmigung durch die Wettfahrtleitung oder die Jury nicht verändert werden.
 
9.9   Bänder (Messmarken) an Mast und Baum
 
     Während einer Wettfahrt darf der Kopf des Großsegels nicht über die Unterkante des oberen Mastbandes
     reichen, das Schothorn des Großsegels darf nicht über die innere Kante des Baumbandes ragen, und die
     Oberseite des Baumes darf nicht unter die obere Kante des
     unteren Mastbandes reichen.
 
9.10  Ausreithilfen
 
     Ausreithilfen für die Abstützung der Mannschaft, die über das Schandeck reichen, oder Gegengewichte
     sind nicht zulässig. Ausreithilfen außer der Standardausrüstung in ihrer normalen Position (z.B. Handläufe,
     Wanten, und Schoten, die zur normalen Segeleinstellung verwendet werden), sind nicht zulässig.
 
9.11  Handläufe
 
     Die Handläufe am Kajütendach dürfen von ihrer ursprünglichen Position nicht entfernt werden, können
     aber entweder verlängert oder verkürzt werden, um Leinenführungen zu ermöglichen.
     Handläufe am Kajütendach dürfen in ihrer Gesamtheit nicht entfernt werden.
 
 
ENDE DER ALLGEMEINEN KLASSENREGELN UND SPEZIFIKATIONEN
 


APPENDIX III






INTERPRETATIONEN  UND  AUSNAHMEN  VON  DEN  ALLGEMEINEN KLASSENREGELN UND SPEZIFIKATIONEN
 
 
1.   ABSCHNITT 2: HERSTELLER UND EIGNER
 
     Das Komitee sieht wenig Handlungsspielraum oder Anlass, spezielle Modifikationen im Innenbereich zu
     genehmigen, außer für Boote, die signifikant übergewichtig sind. Wird ein Antrag für Modifikationen vorgelegt,
     überprüft das Komitee das festgestellte Bootsgewicht. Als Richtlinie ist anzunehmen, dass spezifische kleinere
     Modifikationen erlaubt werden, wenn ein Boot mehr als 2% über dem Minimalgewicht liegt. Diese
     Modifikationen sollten minimale Auswirkungen auf Aussehen und Funktion des Innenraumes haben, und
     werden im Zusammenhang mit richtigem Gewicht nicht gestattet.
 
          Antrag:
          Jeder Eigner eines Bootes, das nach offizieller Messung um 2% oder mehr über demminimalen
          Regelgewicht (2,100  lbs) liegt, kann um eine Genehmigung zur Reduzierung ansuchen.
          Der Vorgang ist folgender:
     1)  Der Eigner legt den Antrag schriftlich beim nationalen Vermesser und beim ISCA Specifications Committee
          vor, und gibt das offizielle Gewicht an.
     2)  Das Specifications Committee erläßt einen schriftlichen Entscheid.
     3)  Der  Eigner führt die angegebene(n) Modifikation(en) in Konsultation mit dem offiziellen Klassenvermesser
          durch, das Boot wird inspiziert und neu gewogen. Ausgleichsgewichte sind nicht zulässig.
     4)  Das offizielle Messzertifikat wird entsprechend abgeändert.
 
2.   ABSCHNITT 2: HERSTELLER UND EIGNER
 
2.2 c) Cockpit Abflüsse
 
     SHARKS, die vom “Shark  Shoppe” mit einer Nummer über 1456 gebaut wurden, können Cockpitabflüsse
     durch den Heckspiegel anstatt durch den Rumpf aufweisen. Mit Ausnahme der oben angeführten sollen
     die Einbauorte der Cockpitabflüsse und deren Durchmesser unverändert bleiben.
 
3.  ABSCHNITT 6: RUMPF, KIEL UND RUDER
 
6.1 g) Verbindung zwischen Rumpf und Deck
 
     Die Verbindung zwischen Rumpf und Deck darf gemäß nachstehenden Kriterien aus Glasfasermaterial
     bestehen:
     Gemäß Punkt 2.3 der Spezifikationen haben Werften und Eigner sich mit ISCA in Verbindung zu setzen,
     und eine schriftliche Ermächtigung einzuholen, bevor sie irgendwelche Änderungen am Boot, Rigg oder
     Ausrüstung vornehmen, die unter diese Regeln fallen.
     Die mechanische Befestigung der Verbindung hat der originalen Befestigungsart zu entsprechen, einschließlich
     der originalen Art der Befestigung und hat in der selben Qualität zu erfolgen.
     Die Verwendung von GFK dient nur der Abdichtung der Verbindung und nicht als Ersatz für die mechanische
     Befestigung des Decks am Rumpf.
     Wenn diese Arbeiten zu einer Gewichtsreduzierung führen, ist eine der folgenden Maßnahmen erforderlich:

     (A)  Für Boote über dem minimalen Regelgewicht (2.100 lbs) wird diese Reduktion als Gewichtsentlastung
           betrachtet.
     (B)  Boote unter dem minimalen Regelgewicht oder Boote, die unter dieses fallen: Das Hinzufügen von
          Ausgleichsgewichten muss der Gewichtsreduzierung entsprechen oder größer als diese sein. Diese
          Gewichte müssen an folgenden Stellen angebracht werden:
          Diese Ausgleichsgewichte müssen mit ihrem Gewicht dauerhaft markiert sein und in dauerhafter Weise
          auf der Unterseite des Decks, wo es auf den Rumpf trifft, angebracht sein. Das Gewicht ist vor dem
          Hauptschott und/oder im Bereich der Cockpitsitze anzubringen.
          (v)  Das Boot ist mit seinem Regelgewicht vor und nach Durchführung der Arbeiten zu wiegen, um
                festzustellen, ob eine Gewichtsreduktion aufgetreten ist. Nach Beendigung der Arbeiten sind alle
                originalen Führungsschienen, Relings und Anbauteile wieder einzubauen.
          (vi) Bei Booten mit einer Scheuerleiste aus Vinyl wird diese zu entfernen sein, um die Verbindung zwischen
               Rumpf und Deck aus Glasfasermaterial herstellen zu können. Die Scheuerleiste aus Vinyl kann nach
               Beendigung der Arbeit nicht wieder eingebaut werden, da sie ein integrierender Bestandteil der
               Verbindung zwischen dem ursprünglichen Rumpf und dem Deck war. Die Entfernung der Scheuerleiste
               aus Vinyl ist zum Zwecke der Herstellung einer Verbindung zwischen Rumpf und Deck aus
               Glasfasermaterial zulässig. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass die Scheuerleiste schwer ist, und das
               wahrscheinlich zu einer Gewichtsreduzierung nach Durchführung der Glasfaserarbeiten führt, und so
               die oben angeführte Vorgangsweise erforderlich macht.
 
ENDE DER INTERPRETATIONEN