{"id":1624,"date":"2021-01-06T17:45:52","date_gmt":"2021-01-06T16:45:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.shark24.de\/de\/?p=1624"},"modified":"2021-01-20T17:51:15","modified_gmt":"2021-01-20T16:51:15","slug":"ueber-die-kanaele-nach-hause-oder-ein-segler-geht-fremd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.shark24.de\/de\/ueber-die-kanaele-nach-hause-oder-ein-segler-geht-fremd\/","title":{"rendered":"\u00dcber die Kan\u00e4le nach Hause &#8211; Oder: Ein Segler geht fremd"},"content":{"rendered":"\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">von Johannes Erdmann<\/pre>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>&#8222;Doch, ich w\u00fcrde schon von mir sagen, dass ich spontan bin. Ich glaube es ist spontan, von einem Tag auf den anderen ein warmes Bett gegen ein kleines Boot ohne Heizung bei Temperaturen um die 2\u00b0C einzutauschen, nur damit die verbleibende Woche der Herbstferien sinnvoll genutzt wird.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Gedanke geht mir am Dienstag, den 8. Oktober durch den Kopf, als ich abends vor meiner dritten Schleuse mitten im tiefsten Wald Mecklenburgs liege.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich denke zur\u00fcck an die vergangenen Tage. Eigentlich war ja nur ein kleiner Segelt\u00f6rn zum Saisonende auf der M\u00fcritz geplant. Am Sonntag wollten mein Vater Manfred und ich nach R\u00f6bel fahren, am Montag segeln und am Dienstag unsere Shark 24 kranen und mit nach Hause nehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Samstagabend, einen Tag vor der Abfahrt, kam ich jedoch auf die Idee unsere Shark dieses Jahr auf dem Wasserweg nach Hause zu bringen. Schlie\u00dflich hatte ich noch eine Woche Ferien und wollte diese nutzen! Auf der Karte sah die Strecke auch ganz simpel aus: Erst nach Plau, dann die Elde runter bis zur Elbe, &#8222;Sch\u00e4tze zwei bis drei Tage!&#8220;, die Elbe bis Lauenburg, &#8222;Oh, da schiebt mich sogar die Str\u00f6mung von hinten!&#8220;, und dann nur noch fix den Elbe-Seiten-Kanal runter bis Wolfsburg,<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Dann bin ich schon am Sonntag zuhause und kann Montag wieder zur Schule! Den Mast kann Manfred ja auf dem Trailer mitnehmen, der ist mir ab Waren eh nur im Weg&#8230;&#8220; <\/p>\n\n\n\n<p>Meine Eltern waren zwar nicht begeistert von der Idee, trauten mir Sechzehnj\u00e4hrigem diese Fahrt aber zu!<\/p>\n\n\n\n<p>Voll beladen mit mehreren Decken, warmen Klamotten, Schlafs\u00e4cken und dem Trailer am Haken erreichten wir Sonntagnachmittag R\u00f6bel. Der Hafen war zu unserem Erstaunen fast leer und die Stege wurden von den Enten regiert. Es dauerte eine ganze Weile, bis wir alles an Bord gekarrt hatten und nach dem F\u00fcllen des Wassertanks war der Wasserpass verschwunden!<\/p>\n\n\n\n<p>Am Montagmorgen ging es nach dem Proviant- und Benzinbunkern (insgesamt 45 Liter Benzin) zuerst unter Segeln \u00fcber die st\u00fcrmische M\u00fcritz nach Waren. Es war kaum ein Boot im Hafen und wir konnten unter segeln anlegen. Dort wurde schnell der Mast gelegt und schon ging es als Motorboot \u00fcber den K\u00f6lpinsee und den Fleesensee nach Malchow. Den Wasserwanderrastplatz konnten wir im Dunkeln nur schwer ausmachen. Ich hielt minutenlang auf eine rot beleuchtete Tonne zu, bis ich bemerkte, dass das Licht nicht von einer Tonne, sondern von dem R\u00fccklicht eines LKW&#8217;s auf der Landstra\u00dfe nach Malchow stammt. Auch Sektorenfeuer scheinen im Oktober unter die Stromsparma\u00dfnahmen zu fallen.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute Morgen fuhr Manfred dann ganz fr\u00fch mit dem Bus nach R\u00f6bel um das Auto und den Trailer zu holen. Als ich es endlich geschafft hatte, mich bei Temperaturen um die 8\u00b0C aus der Koje zu sch\u00e4len, nahm ich das Rigg auseinander, bis nur noch der kahle Mast ohne Salinge und Stage auf das Verladen wartete. Manfred kam kurz nach elf mit dem Auto zur\u00fcck und half mir den Mast zu verladen.<\/p>\n\n\n\n<p>Um halb eins hatte ich dann nachgetankt und war startklar. Los ging&#8217;s \u00fcber den Plauer See nach Plau, w\u00e4hrend Manfred in Malchow auf der Suche nach Petroleum f\u00fcr meinen Kocher war. An der Schleuse in Plau trafen wir uns wieder. Er erkannte die Shark von weitem gar nicht, so ohne Mast und mit strahlend wei\u00dfem Deck.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich hatte die hohen, kurzen Wellen auf dem Plauer See genutzt um angeleint die Entenschiete vom st\u00e4ndig \u00fcberfluteten Deck zu schrubben, w\u00e4hrend mein Freund, der Autopilot, steuerte.<\/p>\n\n\n\n<p>Die ersten zwei Schleusen, f\u00fcr mich die ersten zwei \u00fcberhaupt, durchfuhr ich mit Leichtigkeit. Ich nahm sogar zwei Anhalter mit, die von einer Schleuse zur anderen wollten. Als Dank daf\u00fcr wurde ich reichlich mit neuem Proviant von ihnen beschenkt. Die dritte Schleuse, Schleuse Bobzin, schaffte ich wegen der verk\u00fcrzten \u00d6ffnungszeiten, im Oktober nur noch von 9 &#8211; 17 Uhr, nicht mehr rechtzeitig und liege nun mitten im Wald. Die zwei H\u00e4user hier an der Schleuse scheinen nicht bewohnt zu sein. Ich bin ganz allein an der Schleuse. Nur eine Katze besucht mich nachts an Bord. Durch ihren Sprung an Deck werde ich geweckt. Sie klettert ins Cockpit und sieht mich mit gro\u00dfen Augen durch das Fenster im Steckschott an, bevor sie wieder im Wald verschwindet&#8230; So allein bin ich eigentlich gar nicht!<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend der Saison sind in R\u00f6bel viele Spinnen an Bord gezogen, die nun durch alle Ritzen versuchen in die Kaj\u00fcte zu gelangen. Viele sind gr\u00f6\u00dfer als 2 cm! Ich sch\u00e4tze ich habe die Statistik, dass jeder Mensch im Leben acht Spinnen im Schlaf verspeist, in diesen N\u00e4chten ein wenig gehoben&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Am Morgen werde ich durch Motors\u00e4genl\u00e4rm geweckt. Waldarbeiter f\u00e4llen neben mir B\u00e4ume, w\u00e4hrend ich mir einen Tee koche. Letze Nacht war es wieder sehr kalt, um die 4\u00b0C. Es scheint von Nacht zu Nacht k\u00e4lter zu werden. <\/p>\n\n\n\n<p>Gegen neun Uhr macht dann endlich die Schleuse auf. Ich werde sieben Meter hinuntergeschleust. Weiter geht es, st\u00e4ndig unter Autopilot, durch L\u00fcbz und Parchim nach Garwitz. Der Autopilot hilft mir auf dieser Fahrt sehr. Er beh\u00e4lt zwar auf den engen Gew\u00e4ssern nie l\u00e4nger als 30 Sekunden den richtigen Kurs bei, befreit mich aber vom l\u00e4stigen Rudergehen. Mit der Fernbedienung in der Hand stehe ich ans Sprayhood gelehnt oder liege auf dem Kaj\u00fctaufbau.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Schleuse Garwitz erreiche ich um kurz nach 16 Uhr. Um die n\u00e4chste Schleuse in zehn Kilometer Entfernung noch zu erreichen, bin ich zu sp\u00e4t dran.<br>Ich entschlie\u00dfe mich in Garwitz zu \u00fcbernachten. Eigentlich gibt es in Garwitz nichts, das zum Verweilen einl\u00e4dt, abgesehen von einem gro\u00dfen Schild gleich nach der Schleuse, auf dem neben dem Schriftzug &#8222;Wasserwanderrastplatz Garwitz&#8220; eine gro\u00dfe Dusche abgebildet ist!<\/p>\n\n\n\n<p>Den gro\u00dfen Yachthafen, der zu dem Schild geh\u00f6rt, habe ich diese Nacht f\u00fcr mich alleine. Der herbeitelefonierte Hafenmeister muss mich vertr\u00f6sten: &#8222;Die Duschen sind schon abgestellt!&#8220; Stattdessen wasche ich mich im Toilettenh\u00e4uschen mit Eiswasser, das bestimmt aus dem tiefsten Brunnen Mecklenburgs kommt. Nach einem langen Spaziergang durch den Ort ist mir wieder warm und ich lege mich in die Koje.<\/p>\n\n\n\n<p>Der n\u00e4chste Morgen beginnt mit einem gepflegten Ausrutscher an Deck. \u00dcber Nacht hat es gefroren und das Cockpit ist vereist. Auch der Steg ist ganz wei\u00df und ich schliddere gegen sieben Uhr zum Toilettenh\u00e4uschen. Dort versuche ich vergeblich meinen Wasserkanister unter den Wasserhahn zu bekommen und denke mir, heute Abend wird sich schon noch was finden, wo ich Wasser bunkern kann. Um halb acht startet der Au\u00dfenborder beim zweiten Zug mit wei\u00dfem Qualm. Bei 2\u00b0C tuckere ich langsam auf die Elde hinaus und erreiche um 9 Uhr die erste Schleuse.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Laufe des Tages durchfahre ich bei sch\u00f6nstem Sonnenschein Neustadt-Glewe, Grabow, Eldena und erreiche um 16 Uhr meine vorletzte Schleuse bei Neu Kali\u00df. Obwohl ich hier nur 2 m hinuntermuss, ist diese Schleuse die Schlimmste. Es dauert ewig, bis die Automatikschleuse die Kammer gef\u00fcllt hat und mich einfahren l\u00e4sst. Dabei will ich an diesem Tag unbedingt noch durch die Schleuse D\u00f6mitz kommen! Tats\u00e4chlich erreiche ich das &#8222;Tor zur Elbe&#8220; um 16.45 Uhr. Ich lege an einem Steg an und laufe zum Schleusenw\u00e4rter. Der kommt mir schon entgegen und stellt mir auf meine Frage, ob er mich noch hinunterschleust eine Gegenfrage: &#8222;Was bedeutet einmal rot?&#8220; &#8211; &#8222;\u00c4h, geschlossen?&#8220; &#8211; &#8222;Schleusung wird vorbereitet! Solltest mal wieder einen Blick in die B\u00fccher werfen!&#8220;<br>Da hat er wohl recht&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Am Abend liege ich beim D\u00f6mitzer-Motor-Yacht-Verein. In meiner Beschreibung ist der Hafen ausgeschrieben mit sanit\u00e4ren Anlagen und Tankstelle in der Stadt. In der Tat gibt es sanit\u00e4re Anlagen, wenn auch 250m entfernt in Form von einem \u00f6ffentlichen Pissoir!<br>Der beschriebene Schwimmsteg entpuppt sich als aus alten Schwimmpontons zusammengezimmerter Anleger, an dem ich mir am n\u00e4chsten Morgen beim Auslaufen einen langen Kratzer in die Bordwand ziehe. Trotz sechs Fendern!<\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<p>Am selben Abend mache ich noch einen langen Spaziergang, der mich auf der Suche nach einer Elbekarte und einer Tankstelle durch ganz D\u00f6mitz und \u00fcber die Elbdeiche f\u00fchrt. Die Tankstelle finde ich in 2 km Entfernung zum Boot. Auch einen Supermarkt finde ich und kaufe mir 9 Liter stilles Wasser um meine Wasservorr\u00e4te zu erg\u00e4nzen. Der Wassertank ist inzwischen leer. Den ganzen Abend freue ich mich schon auf eine Dose mit Eintopf, die ich mir im Supermarkt gekauft habe. Als sie dann vor mir steht, denke ich an einen Dosen\u00f6ffner&#8230; Nat\u00fcrlich ist keiner an Bord! Mein Seglermesser in das Blech gerammt tut aber den selben Dienst&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Der n\u00e4chste Tag beginnt mit Fr\u00fchsport. Der einzige Sport beim Motorbootfahren ist, wie ich feststelle, das Kanister schleppen. Ich schleppe in 2 G\u00e4ngen 35 Liter Super zum Boot und bin danach v\u00f6llig fertig. Da sich der Hafenmeister nicht blicken lassen hat und au\u00dfer dem Steg auch kein Vereinsgel\u00e4nde zu finden ist, lege ich gegen 10 Uhr einfach ab und steuere auf die Elbe hinaus.<br>Die schiebt mich ganz sch\u00f6n von hinten! Die Logge misst eine Fahrt von 5,5 Knoten durchs Wasser, das GPS eine Fahrt von 7,5 Knoten \u00fcber Grund! Ich werde also mit 2 Knoten geschoben!<\/p>\n\n\n\n<p>Schnell habe ich die 65 km bis Lauenburg hinter mich gebracht. Unterwegs dorthin habe ich viel Zeit an Deck aufzur\u00e4umen, Radio zu h\u00f6ren, die sch\u00f6ne Landschaft an der Elbe zu sehen und mit Br\u00f6tchen von der Tankstelle zu fr\u00fchst\u00fccken. Gleich hinter Lauenburg biege ich nach links ab in den Elbe-Seiten-Kanal und erreiche um 17Uhr nach weiteren 10 km das Schiffshebewerk Scharnebeck. Ich melde mich \u00fcber die Gegensprechanlage an und warte. Erst um 19 Uhr ert\u00f6nt die Durchsage: &#8222;An das Sportboot, an das Sportboot: Einfahrt als zweites Boot nach dem Tanker!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Kaum habe ich hinter dem 85m Tanker festgemacht, da geht es auch schon 36 Meter in die H\u00f6he. In der Ferne kann ich das hell erleuchtete Lauenburg erkennen.<br>Als der Tanker aus der Kammer hinausf\u00e4hrt muss ich mich gut festhalten. Durch die Str\u00f6mung seiner Schrauben zeigt meine Logge 2,5 Knoten an.<br>Im Dunkeln fahre ich hinter ihm her hinaus auf den Kanal, mitten zwischen 10 Tankern. Und ich ohne Positionsleuchten! Die sind auf dem Mast geblieben und meiner 2-Farbenlaterne am Bug fehlt eine neue Birne. Ich suche mir in irgendeiner Ecke einen Platz an der Spundwand und vert\u00e4ue die Shark wie in einem Spinnennetz. Dann gehe ich schlafen. <\/p>\n\n\n\n<p>Am Samstagmorgen sind alle Schiffe weg. Sie sind alle in der Nacht durch das Hebewerk gefahren. Um halb 8 gehen bei 1\u00b0C die Leinen los. Diese Nacht war die k\u00e4lteste Nacht der ganzen Fahrt. Ich schlafe zwar schon seit Tagen mit Schlafsack, 2 Decken und M\u00fctze bei ca. 2\u00b0C am Morgen in der Kaj\u00fcte, habe aber letzte Nacht besonders gebibbert. Auch jetzt mit meinen drei Hosen, 2 Vliespullovern, 2 M\u00fctzen, einer Winterjacke und komplettem Hochsee\u00f6lzeug dar\u00fcber ist es nicht besser geworden. Das Teakholz im Cockpit ist von einer d\u00fcnnen Eisschicht \u00fcberzogen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bis um elf Uhr steigt die Temperatur nicht \u00fcber 3\u00b0C. Mit den H\u00e4nden und der Autopiloten-Fernbedienung in der Vliesgef\u00fctterten Tasche tuckere ich den Kanal hoch und erreiche um 12 Uhr Uelzen. Nach einer Stunde Wartezeit geht es wieder hinter einem Tanker in die Schleuse. Als ich in die Kammer einfahre gibt dieser Gas und ich werde wie ein Spielzeug gegen die Wand der Schleusenkammer geworfen. Dank der 5 Fender auf jeder Seite geht aber nichts kaputt.<\/p>\n\n\n\n<p>Als das GPS nur noch 30 sm Luftlinie bis Wolfsburg zeigt, bekomme ich Hoffnung es noch am selben Tag nach Hause zu schaffen.<br>Bei dem Gedanken an eine weitere Nacht in dieser K\u00e4lte will ich nur noch Zuhause ankommen und sage ein geplantes Treffen mit Freunden in Uelzen ab. Jetzt geht&#8217;s in einem Zug bis Wolfsburg durch! Es w\u00e4re mir sowieso peinlich gewesen mich mit ihnen zu treffen, da ich nach einer Woche ohne richtige W\u00e4sche, seit Tagen Wasserrationierung und seit gestern Wassermangel einen eigenartigen Geruch an mir habe&#8230; F\u00fcr das Z\u00e4hneputzen ist mir nur noch Apfelschorle und Cola geblieben.<\/p>\n\n\n\n<p>Gegen 16 Uhr bin ich nur noch 40 Km vor Wolfsburg und stelle fest, dass mir etwa f\u00fcnf Liter Benzin fehlen. Ich rufe Zuhause an. Bei Km 30 vor Wolfsburg wollen mich meine Eltern mit einem Kanister erwarten. Um 17 Uhr erreiche ich sie. Manfred hat eine Kanne Tee mit! Ich bin au\u00dfer mir vor Freude! Nach Tagen mit Wassermangel und dadurch mit kalten Getr\u00e4nken endlich ein Tee! Und Kuchen! Ich fahre mit dem Bug an die B\u00f6schung damit er aufspringen kann. Er hat auch eine Positionslaterne dabei, die wir auf dem Kaj\u00fctaufbau aufstellen. Mit Vollgas und 6,5 Knoten geht es weiter. Nach einer kleinen Irrfahrt im Dunkeln und nur mit Hilfe einer Taschenlampe erreichen wir um 22 Uhr den Yachthafen des YCHF bei Calberlah. Das ist das erste Mal, dass unser Boot in seinem Heimathafen liegt.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach 350 km Kanalfahrt bin ich endlich zuhause. Eigentlich ist es schade. Ich \u00fcberlege, die letzte Nacht an Bord zu verbringen, fahre aber doch mit nach Hause.<br>Dort habe ich eine Menge zu erz\u00e4hlen! Es dauert eine Weile, bis ich mich wieder an die geheizte Wohnung gew\u00f6hnt habe. Stundenlang habe ich ein ganz rotes Gesicht.<\/p>\n\n\n\n<p>In meinem warmen Bett ziehe ich dann ein Res\u00fcmee:<\/p>\n\n\n\n<p>6 Tage, 100 Liter Benzin, 191 sm, 354 km, 18 Schleusen, 1 Schiffshebewerk sind die Zahlen, die mir durch den Kopf gehen.<br>Eine Woche K\u00e4lte, Motorbrummen, Anstrengung und Einsamkeit, eine Woche sch\u00f6ne Erlebnisse, fast nur Sonne, tolle Landschaften, Natur, nette Schleusenw\u00e4rter und viele neue Sichtweisen&#8230;<br>Alles in allem: eine wundersch\u00f6ne Fahrt, auch f\u00fcr Segler, die mich jedoch durch die K\u00e4lte manchmal an meine Grenzen gef\u00fchrt hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Fahrt, die ich auf jeden Fall wiederholen werde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Doch, ich w\u00fcrde schon von mir sagen, dass ich spontan bin. Ich glaube es ist spontan, von einem Tag auf den anderen ein warmes Bett gegen ein kleines Boot ohne Heizung bei Temperaturen um die 2\u00b0C einzutauschen, nur damit die verbleibende Woche der Herbstferien sinnvoll genutzt wird.<\/p>\n<p> <a class=\"continue-reading-link\" href=\"https:\/\/www.shark24.de\/de\/ueber-die-kanaele-nach-hause-oder-ein-segler-geht-fremd\/\"><span>WEITERLESEN<\/span><i class=\"crycon-right-dir\"><\/i><\/a> <\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[12,4],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.shark24.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1624"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.shark24.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.shark24.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.shark24.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.shark24.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1624"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.shark24.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1624\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1806,"href":"https:\/\/www.shark24.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1624\/revisions\/1806"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.shark24.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1624"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.shark24.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1624"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.shark24.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1624"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}