{"id":1807,"date":"2021-01-20T18:05:18","date_gmt":"2021-01-20T17:05:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.shark24.de\/de\/?p=1807"},"modified":"2021-01-20T18:05:19","modified_gmt":"2021-01-20T17:05:19","slug":"mit-der-shark-zur-sail-2000-nach-bremerhaven","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.shark24.de\/de\/mit-der-shark-zur-sail-2000-nach-bremerhaven\/","title":{"rendered":"Mit der SHARK zur Sail 2000 nach Bremerhaven"},"content":{"rendered":"\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">Bericht von Herbert Hesse<\/pre>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Ende September \u00b499 bekam ich \u00fcber den Ruderclub Traben-Trarbach\/Segelabt. (RCTT), ein Schreiben des Organisationskomitees der Sail 2000 Bremerhaven f\u00fcr die Reservierung von Bootsliegepl\u00e4tzen in die Hand. Die Veranstalter wollten sich fr\u00fchzeitig einen \u00dcberblick \u00fcber die Teilnehmerzahl f\u00fcr diese Gro\u00dfveranstaltung verschaffen, um somit eine gezielte Verteilung der Liegepl\u00e4tze vornehmen zu k\u00f6nnen. Nach kurzer R\u00fccksprache mit meiner Frau Karin stand unser Entschluss fest: Wir trailern unsere Shark zur Sail nach Bremerhaven! Da in unserem Revier an der Mittelmosel noch weitere f\u00fcnf Sharks und Trailerboote anderer Klassen beheimatet sind, suchte ich Gleichgesinnte f\u00fcr unser Vorhaben, denn gemeinsam macht es einfach mehr Spa\u00df.<br><br>Leider hatte ich mit meinem Anliegen keinen Erfolg, vielleicht war auch der Zeitrahmen zu weit gesteckt, denn immerhin dauerte es bis zum Veranstaltungstermin, der vom 30. August bis 03. September 2000 datiert war, noch fast ein ganzes Jahr. Im Oktober `99 geht mein Antrag auf einen Gastliegeplatz f\u00fcr unsere BATASH zur Sail 2000 ab nach Bremerhaven. Mal sehen, was daraus wird?<br><br>Eine endlos lange Zeit h\u00f6ren wir nichts von der Stadt an der Weserm\u00fcndung. Tochter Sabine und Schwiegersohn Helmut trailern derweil die Shark nach Barth und verbringen ihren Urlaub auf der Ostsee. Die Insel Hiddensee, Warnem\u00fcnde, Gr\u00f6mitz und Neustadt\/Holst. wurden bei sch\u00f6nstem Sommerwetter angelaufen. In Neustadt wechselte die Besatzung. Karin und ich gingen an Bord der BATASH; Sabine und Helmut fuhren heimw\u00e4rts. Das Wetter \u00e4ndert sich schlagartig! Am n\u00e4chsten Morgen, wir sitzen gem\u00fctlich beim Fr\u00fchst\u00fcck, \u201cbegl\u00fcckt\u201d uns DP07 Seefunk auf Kanal 24 mit Starkwindwarnung und Schauerb\u00f6en f\u00fcr die westliche Ostsee! Hafentage sind angesagt, man m\u00f6chte ja der besseren H\u00e4lfte den Spa\u00df am Segelsport nicht ganz vermiesen!<br><br>Endlich, die BATASH segelt schon wieder in heimischen Gew\u00e4ssern, trudelt der lang ersehnte Brief aus Bremerhaven ein: Man hat uns einen Liegeplatz auf der Geeste zugeteilt. Was das eigentlich f\u00fcr uns bedeutet, sollte sich erst sp\u00e4ter herausstellen.<br><br>Da der Zeitpunkt f\u00fcr das gro\u00dfe Spektakel allm\u00e4hlich n\u00e4her r\u00fcckte, fanden sich auch in der Segelabteilung des RCTT noch einige Clubmitglieder, die sich das Ereignis nicht entgehen lassen wollten. Sie alle fanden aber f\u00fcr die Nacht Schlafm\u00f6glichkeiten; entweder bei den in Bremen wohnenden Schwiegereltern, oder in der Studentenbude der Tochter. Eckard, dem Technische Wart unserer Segelabteilung, wurde w\u00e4hrend seines Aufenthaltes in Bremerhaven eine Koje auf der BATASH zugesagt.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Montag, dem 28. August, starten Karin und ich mit unserem Gespann gen Norden. Ohne nennenswerte Staus erreichen wir nach ca. 550 km gegen 18:30 Uhr unser Ziel. Da wir an dem uns zugewiesenen Liegeplatz nicht kranen k\u00f6nnen, fahren wir zum Wassersport-Verein Wulsdorf \/WVW, der im Fischereihafen II \u00fcber eine gro\u00dfe Steganlage und ein riesiges Clubgel\u00e4nde verf\u00fcgt. Laut Weser-Handbuch finden wir hier neben einem bewirtschafteten Clubhaus auch alle sonstigen Versorgungsm\u00f6glichkeiten.<br><br>Bei unserer Ankunft k\u00f6nnen wir uns mit dem Hafenmeister gerade noch auf einen Krantermin f\u00fcr morgen Vormittag einigen, ehe er ins Clubhaus zur Vorstandssitzung abtaucht.<br><br>Wir stellen die Shark auf dem zugewiesenen Clubgel\u00e4nde ab, bereiten schon unsere Kojen vor und begeben uns auf ein Begr\u00fc\u00dfungs- und Erkundungsgetr\u00e4nk in den bewirtschafteten Teil des Clubhauses. Wir finden eine gem\u00fctlich anmutende und gro\u00dfz\u00fcgig eingerichtete Gastst\u00e4tte vor, die auf uns einen sauberen Eindruck macht. Im Raum hinter der Theke liegt eine professionell funktionierende K\u00fcche, in der ansprechende Gerichte zubereitet werden. Offensichtlich haben wir es gut getroffen!<br><br>Es ist noch hell, und so entscheiden wir uns f\u00fcr einen Bummel durch das Hafengel\u00e4nde von Bremerhaven. Bis zur Geestem\u00fcndung sind es ca. 5 km, \u00fcberwiegend trostlose Stra\u00dfe am Deich entlang. Der Trailer ist abgeh\u00e4ngt, wir nehmen das Auto.<br><br>Die Geeste hat freien Zugang zur Weser und ist somit Gezeitengew\u00e4sser. Wie wir beobachten k\u00f6nnen, zeitweise mit beachtlicher Str\u00f6mung! Aber wo k\u00f6nnten wir hier \u00fcberhaupt noch festmachen? An dem Schwimmsteg unterhalb der Stra\u00dfenbr\u00fccke liegen schon \u00fcberwiegend gro\u00dfe, niederl\u00e4ndische Tjalken, die an ihren st\u00e4hlernen R\u00fcmpfen jeweils einen gewaltigen Bugspriet vor sich her schieben, hier w\u00fcrde sich die Shark wie ein kleines Beiboot ausmachen.<br><br>Wir beschlie\u00dfen, falls durchf\u00fchrbar, erst am Samstagvormittag, wenn Eckard eingetroffen ist, die BATASH hier her zu verholen und bis dahin den weitaus ruhigeren und gem\u00fctlicheren Platz beim WVW zu nutzen.<\/p>\n\n\n\n<p>So langsam versp\u00fcren wir ein leichtes Hungergef\u00fchl, dem mit Seelachsfilet, Remouladenso\u00dfe und Bratkartoffeln im nahe gelegenen Restaurant abgeholfen wird.<br><br>Am n\u00e4chsten Morgen, Di. dem 28. Aug., wird gegen 1100 Uhr gekrant und wir bekommen einen freien Liegeplatz zugewiesen. Hier k\u00f6nnen wir vorerst bleiben. Der Mast ist bald gestellt, und bei sonnigem Wetter mit leichten Winden um 3 bft machen wir noch einen kurzen Probeschlag im Hafen.<br><br>Gegen 1700 Uhr geht es wieder mit dem PKW in die Stadt; warum haben wir blo\u00df unsere Fahrr\u00e4der nicht mitgenommen? Wir bummeln entlang der Hafenbecken, wo die meisten Gro\u00dfsegler schon festgemacht haben, und erfreuen uns an den sch\u00f6nen Schiffen, an deren haushohe Masten die Rahen in Schwindel erregender H\u00f6he befestigt sind. Zum Aufentern geh\u00f6rt sicherlich eine ordentliche Portion Mut! Einige Schiffe sind zur Besichtigung freigegeben. Die GORCH FOCK ist nat\u00fcrlich f\u00fcr uns eine Pflicht\u00fcbung. Wir reihen uns in den Besucherstrom ein und werden zwangsl\u00e4ufig im G\u00e4nsemarsch \u00fcbers Deck \u201cgeschoben\u201d. Ein Aufkleber als Erinnerung wandert in unseren mitgef\u00fchrten Rucksack. Man k\u00f6nnte sich hier stundenlang aufhalten, um wenigstens etwas mitzubekommen, aber ehe wir uns versehen, dr\u00fcckt uns der Besucherstrom auf die Gangway, und schon stehen wir wieder auf der Pier! Es gibt ja noch mehr Schiffe zu bewundern!!<br><br>Gewaltig, was der Veranstalter hier aufgeboten hat, nicht nur die zahlreichen Gro\u00dfsegler aus aller Welt erwecken unsere Aufmerksamkeit, sondern hier trifft man auch so bekannte Gr\u00f6\u00dfen aus der Seglerszene wie Arved Fuchs mit seiner DAGMAR AAN, (leider nicht zu besichtigen) oder Burghard Pieske und seinen Wikinger-Nachbau (den Honigwein lassen wir uns schmecken). Auch das Beiprogramm zur Sail mit einer Vielzahl von Fahrgesch\u00e4ften aus der Schausteller und Unterhaltungsbranche neben Getr\u00e4nke- und W\u00fcrstchenbuden an jeder Ecke kann sich sehen lassen; dazu Starts von Hei\u00dfluftballons, Vorf\u00fchrung der Suchhunde des Bundesgrenzschutzes, usw. usw. Langeweile kommt nicht auf!<\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<p>Am Samstag, 02. Sept. gegen 11:30 Uhr, kommt Eckhard an Bord. Bevor wir ablegen, essen wir zu Mittag im Clubhaus des WVW. Vor der Doppelschleuse kommt schon Gedr\u00e4nge auf, viele Boote wollen in die Kammer, eine Reihenfolge, zumindest unter den Sportbooten, ist nicht erkennbar. Doch wir haben Gl\u00fcck und werden vom Schleusenw\u00e4rter noch als letztes Boot reingewinkt Die Schleusenkammer ist rappelvoll! Wir erfahren, dass sich an der zweiten Kammer wegen pl\u00f6tzlich eingetretener Versandung ein Schleusentor nicht \u00f6ffnen l\u00e4sst, die Taucher w\u00fcrden auf Hochtour arbeiten, denn morgen, dem Tag der Parade der Gro\u00dfsegler, m\u00fcssen zahlreiche Schiffe geschleust werden, was mit einer Kammer kaum zu schaffen ist!<br><br>Bereits um 10:00 Uhr morgens, so die Vorgabe des Veranstalters, muss mit dem Schleusen begonnen werden, um planm\u00e4\u00dfig gegen 16:00 Uhr die Parade starten zu k\u00f6nnen. Das w\u00fcrde f\u00fcr uns bedeuten, im ung\u00fcnstigsten Fall 6 lange Stunden auf der Weser segeln oder vor Anker d\u00fcmpeln, ehe die Parade beginnt, die sicherlich auch ein paar Stunden dauern wird. So aber haben wir auf der Geeste einen g\u00fcnstigeren Liegeplatz, sind nicht auf die Schleuse angewiesen und k\u00f6nnen morgen, Sonntag, den Zeitpunkt des Auslaufens selbst bestimmen.<br><br>Um 15:00 Uhr machen wir am Schwimmsteg auf der Geestem\u00fcndung fest. Wir liegen als zweites Boot im P\u00e4ckchen neben dem ca. 10m messenden MS HENRIETTE aus Hamburg, vor und hinter uns die st\u00e4hlernen R\u00fcmpfe der niederl\u00e4ndischen Tjalken, die uns f\u00f6rmlich einkeilen. Von der Geestebr\u00fccke schie\u00dfen wir ein Foto. Von hier oben sieht die Shark auf ihrem Liegeplatz sehr winzig aus zwischen all den gro\u00dfen Schiffen. Wir schlendern weiter am Museumshafen vorbei \u00fcber das Freigel\u00e4nde mit den Vergn\u00fcgungs- und Kaufst\u00e4nden, entlang am Neuen Hafen. Hier auf dem Freigel\u00e4nde und auch auf einigen Schiffen tummeln sich die Menschen zu Tausenden, an manchen Stellen muss man sich f\u00f6rmlich durchzw\u00e4ngen. \u00dcberall sieht man Leute mit gro\u00dfen Papierb\u00f6gen in der Hand, sie sind auf der Jagd nach Schiffsstempeln von den Gro\u00dfseglern; je zahlreicher die Stempel, desto eifriger der Sammler. Auch eine sch\u00f6ne Art Erinnerungen zu dokumentieren!<br><br>Pl\u00f6tzlich klingelt das Handy. Rainer und Birgit, ebenfalls RCTT-Mitglieder und Eigner der Dehlya 22 FROSCH GOCK, sind hier auf dem Gel\u00e4nde und wollen sich mit uns verabreden; sinnvoll eingesetzte Technik! Wir treffen uns eine Stunde sp\u00e4ter auf dem stilgerechten Nachbau einer Hanse Kogge, der UBENA VON BREMEN. Hier an Bord herrscht ausgelassene Stimmung, Shanties werden gesungen, und es existieren sogar bordeigene Liederhefte f\u00fcr Leute wie uns, \u201cdie immer nur die erste Strophe kennen\u201d. Klassen-Obmann Gert Weil, der ebenfalls hier in B\u00b4haven sein soll, haben wir nicht angetroffen; leider haben wir auch seine Handynummer nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Sonntag, 03. September. 0930 Uhr Reise, Reise. Der Himmel ist bedeckt, es sieht nach Regen aus, der Wind pfeift ordentlich in der Takelage, 6-7 bf aus N-NE sind gemeldet. Wir haben lange geschlafen, offensichtlich ist es gestern doch etwas sp\u00e4ter geworden. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck l\u00e4sst Eckard auf der BATASH schon die Sektkorken knallen: heute ist sein Geburtstag! Karin hat gestern, w\u00e4hrend ich Eckard unter einem Vorwand ablenken musste, heimlich eine Flagge von der \u201cSail 2000\u201d besorgt, die Eckard heute an seinem Ehrentag feierlich \u00fcberreicht bekommt. Eckard ist sichtlich erfreut, wollte er sich doch so eine Flagge selber kaufen; die \u00dcberraschung war gelungen, und seine Freude wird noch gesteigert als er entdeckt, dass seine Flagge eine Nummer gr\u00f6\u00dfer ist als die, die auf der BATASH unter der Stb.-Saling flattert. Ich tr\u00f6ste mich mit der Feststellung, dass seine MY ANN ja auch mindestens zwei Nummern gr\u00f6\u00dfer als die Shark ist Rainer und Birgit schauen noch vorbei, gratulieren Eckard ebenfalls zum Geburtstag und haben auch eine kleine Aufmerksamkeit dabei. Die Flasche Sekt ist schnell geleert. Unser Nachbar, die HENRIETTE, l\u00e4uft aus. Wir verholen an den Steg.<br><br>Es ist auflaufendes Wasser, der Strom dr\u00fcckt mit gut 2-3 kn in die Geestem\u00fcndung. Ein h\u00f6lzerner, ca. 12 m langer Botter mit drei Leuten gesetzteren Alters an Bord versucht, hinter uns an den mittlerweile freigewordenen Steg anzulegen. Der Skipper untersch\u00e4tzt den starken Strom, die Yacht kommt nicht rum und droht, mit dem Bb.-Heck an den Br\u00fcckenpfeiler zu knallen! Der Kugelpf\u00e4nder seines aufmerksamen Crewmitglieds d\u00e4mpft den Aufprall: das w\u00e4re beinahe schiefgegangen! Wir eilen zur Hilfe, \u00fcbernehmen die Vorleine und halten das Schiff vom Steg frei bis es fachgerecht vert\u00e4ut ist. H\u00f6rbares Aufatmen an Bord des Botter!<br><br>Aufgrund der Wetterlage binden wir zwei Reffs ins Gro\u00df. Gegen 1400 Uhr laufen wir aus. Die Weser ist kabbelig. Wir motoren zur Stb.-Seite des Fahrwassers. Die Sportboote sind gehalten, sich au\u00dferhalb des Fahrwassers zu bewegen, um den schwer man\u00f6vrierbaren Gro\u00df-Seglern nicht ins Gehege zu kommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit unserem Urlaubst\u00f6rn auf der Ostsee fahren wir einen Tohatsu AB, 8 PS, mit Superlangschaft. Der alte Yamaha wollte nicht mehr! Obwohl ich wegen des \u00fcberlangen Schaftes anf\u00e4nglich Bedenken hatte, bin ich jetzt damit vollauf zufrieden. Trotz des kabbeligen Wassers schreckte uns die Schraube nicht durch nervt\u00f6tendes Aufheulen, wenn sie statt Wasser nur Luft schaufelte, wie wir es h\u00e4ufiger schon bei zwangsl\u00e4ufigen Motortouren auf dem Ijsselmeer erlebt haben. Die Schraube sitzt tiefer und kommt eben nicht mehr bei jeder kleinen Welle aus dem Wasser; Nachteiliges konnte ich bisher nicht feststellen!<br><br>Hier auf der rechten Seite, der Franzius-Plate gegen\u00fcber der Geestem\u00fcndung, ankern schon hunderte von Sportboote. Wir rollen die Arbeitsfock aus und gehen mit Wind und Strom Richtung Blexen Reede, denn ab hier formieren sich die Gro\u00dfsegler zur Parade. Eckard f\u00e4ngt mit seiner Kamera einen Gro\u00dfsegler nach dem andern ein. Oberhalb Blexen Reede wenden wir. Wind und Strom stehen jetzt gegenan. Wir setzen das gereffte Gro\u00df und nehmen den AB zur Unterst\u00fctzung. Langsam machen wir Fahrt \u00fcber Grund. Die starken B\u00f6en dr\u00fccken uns ordentlich auf die Seite. Die Fock wird eingerollt, so ist es etwas angenehmer. Bei Stromkilometer 64 werfen wir Anker, hier liegen wir gesch\u00fctzt unter Landabdeckung. Leider bekommen die Gro\u00dfsegler den Wind auch genau auf die Nase, somit bleiben die Rahsegel aufgetucht. Schade, unter Vollzeug kann man die stolzen Schiffe heute nicht bestaunen, aber es ist f\u00fcr uns dennoch ein sch\u00f6nes Erlebnis. Minutenlang werden unsere Blicke von der Parade abgelenkt, wenn die alte Junkers 52 in der Luft die Segler auf der Weser zu begleiten scheint.<br><br>Um 18:30 Uhr holen wir den Anker auf und motoren Richtung Geestem\u00fcndung. Unerkl\u00e4rliches Gedr\u00e4nge vor der Hafeneinfahrt erwartet uns. Die WAPO l\u00e4sst keine Sportboote in den Vorhafen. \u201cDie Schleuse ist belegt, der Vorhafen voll, Sportboote bitte Platz machen f\u00fcr die einlaufende F\u00e4hre!\u201d ert\u00f6nt es aus den Lautsprechern der WAPO.<br><br>Immer mehr Sportboote und gr\u00f6\u00dfere Yachten treiben vor der Hafeneinfahrt. Ebbstrom und Wind verlangen bei diesem Durcheinander vom Schiffsf\u00fchrer gr\u00f6\u00dfte Aufmerksamkeit. Offensichtlich ist die zweite Schleusenkammer noch immer defekt, dann kann es bis sp\u00e4t in die Nacht dauern, ehe wir in die Schleuse kommen! Plan\u00e4nderung ist angesagt: Wir fahren in den Vorhafen ein und werden auch prompt von der WAPO gestoppt: \u201cIhr k\u00f6nnt hier nicht rein, bitte drau\u00dfen warten, die Schleuse ist belegt!\u201d<br><br>Obwohl Schleusen urspr\u00fcnglich unsere Absicht war, entscheiden wir uns wegen des gro\u00dfen Andrangs und der voraussichtlich langen Wartezeiten, wieder unseren Liegeplatz auf der Geeste einzunehmen. Wir verst\u00e4ndigen uns mit der WAPO und d\u00fcrfen passieren: wir sind drin!<br><br>Am Schwimmsteg gibt es ebenfalls Gedr\u00e4nge. Trotz Zurufens bemerkt uns der Hafenmeister in der Hektik des Treibens nicht. An geeigneter Stelle setzen wir Karin an Land ab, sie eilt zum Hafenmeister und macht diesen auf die BATASH aufmerksam; schon bekommen wir einen Liegeplatz zugewiesen, zwar noch etwas enger von den gro\u00dfen Seglern eingekeilt und jetzt als drittes Boot im P\u00e4ckchen, aber immerhin, wir liegen fest und k\u00f6nnen uns entspannen.<br><br>Montag, 04. September. Um 0830 sind wir schon auf den Beinen. Bis zu den Sanit\u00e4ranlagen gilt es einen kleinen Fu\u00dfmarsch zur\u00fcckzulegen. F\u00fcr den, der es eilig hat, kann der Weg schon zu lang sein!<br><br>Noch vor dem Fr\u00fchst\u00fcck rufe ich auf Kanal 64 die Doppelschleuse und erkundige mich nach der M\u00f6glichkeit zum Einschleusen. \u201cDie ATLANTIC ist unterwegs, wenn sie rechtzeitig hier sind, k\u00f6nnen sie mit rein,\u201d erhalten wir als Antwort. An uns soll es nicht liegen, bis zur Schleuse um die Ecke sind es nur ca. 0,5 sm. Die Kaffeekanne wird wieder beiseite ger\u00e4umt, der AB in Betrieb gesetzt, \u201cSpring ein, Achterleine ein, klar bei Vorleine!\u201d Wir haben ablaufendes Wasser, vorsichtig noch die Vorleine fieren, wir lassen uns \u00fcbers Heck aus dem engen Liegeplatz treiben. Vorsichtig, nur nicht mit der Bb-Oberwant am Bugspriet unseres gro\u00dfen Nachbarn h\u00e4ngen bleiben. Mit einem freundlichen Gru\u00df verabschieden wir uns von den Nachbarliegern.<br><br>Das Schleusen geht z\u00fcgig vonstatten, es sind nur ein paar Zentimeter Wasser auszugleichen. Eine halbe Stunde sp\u00e4ter machen wir bereits wieder am Steg des WVW fest. Nach ausgedehntem Fr\u00fchst\u00fcck verabschiedet sich Eckard. Wir w\u00fcnschen ihm eine gute Heimfahrt, \u201cBis bald in Traben-Trarbach.\u201d Der Mast wird gelegt; morgen Vormittag wollend wir kranen und dann geht es, nach einem kurzen Abstecher \u00fcber Hannover zur EXPO, wieder auf die sch\u00f6ne Mosel.<br><br>Ein kurzer, aber dennoch erlebnisreicher und eindrucksvoller Turn mit der Shark 24 geht zu Ende.<\/p>\n\n\n\n<p>Mast- und Schotbruch,<br>Herbert Hesse<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ende September \u00b499 bekam ich \u00fcber den Ruderclub Traben-Trarbach\/Segelabt. (RCTT), ein Schreiben des Organisationskomitees der Sail 2000 Bremerhaven f\u00fcr die Reservierung von Bootsliegepl\u00e4tzen in die Hand. Die Veranstalter wollten sich fr\u00fchzeitig einen \u00dcberblick \u00fcber die Teilnehmerzahl f\u00fcr diese Gro\u00dfveranstaltung verschaffen, um somit eine gezielte Verteilung der Liegepl\u00e4tze vornehmen zu k\u00f6nnen. Nach kurzer R\u00fccksprache mit meiner Frau Karin stand unser Entschluss fest: Wir trailern unsere Shark zur Sail nach Bremerhaven! <\/p>\n<p> <a class=\"continue-reading-link\" href=\"https:\/\/www.shark24.de\/de\/mit-der-shark-zur-sail-2000-nach-bremerhaven\/\"><span>WEITERLESEN<\/span><i class=\"crycon-right-dir\"><\/i><\/a> <\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1184,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[12,4],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.shark24.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1807"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.shark24.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.shark24.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.shark24.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.shark24.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1807"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.shark24.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1807\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1808,"href":"https:\/\/www.shark24.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1807\/revisions\/1808"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.shark24.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1184"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.shark24.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1807"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.shark24.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1807"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.shark24.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1807"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}